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Währungskrise Die FDP streitet um den Euro

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Griechische Euromünzen Quelle: dpa

Die Mehrheit der Außen- und Europapolitiker plädierte dagegen für den Leitantrag. Alexander Graf  Lambsdorff, Europaabgeordneter mit Aufstiegschancen, nahm die Euro-Kritiker gegen den Vorwurf in Schutz, es handele sich um eine deutsch-nationale Strömung. Aber ein Nein der Europapartei FDP und später der deutschen Bundesregierung zum Stabilitätsmechanismus gebe nationalistischen Kräften in anderen Ländern nur noch weiteren Auftrieb. Westerwelle widersprach den Vorwürfen der ESM-Kritiker: Es entspreche nicht den Tatsachen, dass mit dem ESM die Schulden anderer Länder übernommen würden. „Es werden keine Schulden übernommen, sondern es werden Kredite gegen Zinsen gewährt.“

Am Ende setzten sich an der entscheidenden Stelle der Antragsabstimmungen die Vorstandslinie von Außenminister Westerwelle durch. Ein Drittel der Delegierten stimmte für die Schaeffler-Vorschläge, zwei Drittel schlossen sich der alten Linie an.

Streit in der Bundesregierung ist damit an dieser Stelle vermieden. Der Marsch in die Europäische Transferunion geht damit ungehindert weiter. Die Rechnung wird in einigen Monaten schon präsentiert.

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