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Warnstreiks IG-Metall-Chef Huber verschärft Gangart im Tarifkonflikt

Der Konzern IG Metall
1. Die Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH (Feho) verwaltet das Milliardenvermögen der IG Metall und sorgt für ausreichende Liquidität bei Streiks. Die Feho legt über ein Cash-Pooling-Verfahren auch das Geld der rund 160 IG-Metall-Verwaltungstellen an. Quelle: IG Metall, eigene Recherchen Quelle: dpa
2. Zur Treuhandverwaltung Igemet GmbH gehören gleich vier verschiedene Gesellschaften. Die erste ist die Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH (GVG). Sie ist zu 100 Prozent im Besitz der IG Metall und zuständig für das Immobilienmanagement der Gewerkschaft, die insgesamt 107 Immobilien an 86 Standorten besitzt. Einen Anteil von 50 Prozent hält die IG Metall an der ... Quelle: dpa
BG-Objektverwaltungsgesellschaft mbH (BGO). Sie besitzt und verwaltet 3000 Quadratmeter Fläche im Internationalen Gewerkschaftshaus ITUH in Brüssel. Quelle: dpa
Gesellschaft Nummer drei im Reich der Treuhandverwaltung ist die Beteiligungsgesellschaft der Gewerkschaften AG (BGAG). Die IG Metall hält an ihr einen Anteil von 30,5 Prozent. Nach dem Desaster um die Gemeinwirtschaft ist die BGAG nicht mehr operativ tätig, sondern nur noch eine Pensionskasse für ehemalige Mitarbeiter. Quelle: dpa
Die vierte Beteiligung unter der Treuhandverwaltung Igemet ist zugleich die kleinste. Die IG Metall hält 1,18 Prozent an der Nachrichtenagentur dpa. Zu sehen ist der Hauptsitz der Agentur in Hamburg. Quelle: dpa
3. Zur Metall-Beteiligungs-Gesellschaft (MBG) gehört die 100-prozentige Tochter Servicegesellschaft mbH. Sie ist zuständig für Mitgliederrabatte und Firmenkooperationen. Einen Anteil von 25 Prozent halt die MBG am... Quelle: dpa
Bund Verlag. Einem Fachverlag für Arbeits- und Sozialrecht. Darüber hinaus gehören zum Komplex der Metall-Beteiligungsgesellschaft noch zwei GmbHs. Nämlich... Quelle: dpa

Im Tarifkonflikt der Metall- und Elektroindustrie verschärft IG-Metall-Chef Berthold Huber die Gangart der Gewerkschaft. „Wir werden keine substanzlosen Verhandlungen mehr führen“, sagte Huber am Dienstag, dem Tag der Arbeit, in Hamburg.

Von Mittwoch an werde die Warnstreikwelle rollen. Vor mehreren tausend Menschen auf dem Fischmarkt machte der Gewerkschaftschef deutlich, dass die IG Metall keinen Scheinfrieden schließen werde. „Es gibt kein Ergebnis, ohne dass in allen drei Forderungen tragfähige Lösungen erzielt werden.“

Die IG Metall fordert für die rund 3,6 Millionen Beschäftigten der Branche 6,5 Prozent mehr Geld für zwölf Monate sowie mehr Mitbestimmung bei Leiharbeit und die unbefristete Übernahme von Lehrlingen. Die Arbeitgeber haben bislang 3 Prozent mehr Geld auf 14 Monate angeboten, die übrigen Forderungen aber abgelehnt.

Streikhöhepunkt in der zweiten Wochenhälfte

Nach den bisher ergebnislosen Verhandlungen rief die IG Metall nach Ablauf der Friedenspflicht zu Warnstreiks auf, die in der zweiten Wochenhälfte ihren Höhepunkt erreichen sollen. „Wir werden uns nichts abkaufen lassen“, bekräftigte Huber vor den Demonstranten. Wenn es bis Pfingsten keine Lösung im Tarifkonflikt gebe, werde es zu Urabstimmung und Streiks kommen.

In Arbeit
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„Das ist aber Ultima Ratio“, ergänzte Huber. „Ich glaube, dass sich die Arbeitgeber noch nicht durchgerungen haben, mit uns eine konstruktive Verhandlung zu führen“, sagte Huber auf der Veranstaltung direkt nach seinem Auftritt am Dienstag in Hamburg. Aber er höre viele Arbeitgeber, die dazu bereit wären. Deshalb sei er nicht allzu pessimistisch. In Tarifverhandlungen könne sich von einer Stunde auf die andere etwas ändern.

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