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„Warum Parallelstrukturen aufbauen?“ Atomfonds-Chefin schlägt eigenen Fonds als Manager der Aktienrente vor

Managt sie künftig die Aktienrente? Anja Mikus kann es sich jedenfalls vorstellen. Quelle: PR

Die Chefin des deutschen Fonds für Atomendlager Anja Mikus bringt ihren Fonds als möglichen Manager der von der Ampel geplanten Aktienrente ins Spiel. Den Fonds könne man „ohne Probleme auch für andere Zwecke nutzen“.

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Die Chefin des Fonds zur Finanzierung der kerntechnischen Entsorgung (Kenfo), Anja Mikus, lobt die Pläne im Ampel-Sondierungspapier für den Einstieg in eine teilweise kapitalgedeckte gesetzliche Rente – und bringt den Fonds hierfür als Investmentmanager ins Spiel. „Wir beobachten die gegenwärtigen Debatten zur Zukunft der Altersvorsorge mit großem Interesse“, sagte Mikus der WirtschaftsWoche. „Und selbstbewusst füge ich gerne hinzu: Wir haben hier eine schlagkräftige Investmentplattform aufgebaut, die bereits gezeigt hat, dass sie Erträge und Werte schafft – auch durch Krisen hindurch.“

Der Kenfo verwaltet im Auftrag des Bundes rund 23 Milliarden Euro Stiftungskapital, aus dessen Erträgen Suche und Betrieb eines Atomendlagers finanziert werden. Im Sondierungspapier von SPD, Grünen und FDP ist der Einstieg in eine „teilweise Kapitaldeckung der gesetzlichen Rentenversicherung“ vereinbart. Zehn Milliarden Euro sollen hierzu der Rentenversicherung bereits 2022 zur Verfügung gestellt werden.

Wissen und Organisation des Kenfo „könnte man künftig breiter, effizient und ohne Probleme auch für andere Zwecke nutzen“, sagte Mikus der WirtschaftsWoche. „Warum Parallelstrukturen aufbauen, wenn es bereits eine funktionierende Einheit gibt, an die man andocken kann? Ein zentraler Assetmanager des Bundes wäre vorstellbar“, betonte die ehemalige Investmentbankerin und Commerzbank-Aufseherin. Die Ampel-Pläne bewertet sie im Grundsatz sie sehr positiv: „Durch ihre Aktienskepsis entgeht den Deutschen leider seit Jahren und Jahrzehnten viel Geld. Das müsste nicht so sein. Das Wichtigste wäre, jetzt schleunigst einzusteigen, um die Altersvorsorge breiter abzusichern als nur über den Generationenvertrag. Es ist absolut der richtige Weg.“

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