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Wasserstoff-Autos Bundesregierung: Wasserstoff ist ein Kraftstoff der Zukunft

Die Wasserstofftechnik für Fahrzeuge ist noch nicht zu Massentauglichkeit ausgereift. Quelle: dpa

Das Wasserstoff-Auto soll in Zukunft neben E-Autos existieren. So der Plan der Bundesregierung, die bis Jahresende eine Strategie vorlegen will. Bei der Umsetzung seien die Autobauer in der Pflicht.

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Die Bundesregierung will Wasserstofftechnologien in den nächsten Jahren gezielt fördern, verlangt von der Automobilbranche aber ein stärkeres Engagement. „Wasserstoff ist einer der Kraftstoffe der Zukunft“, sagte Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) am Dienstag in Berlin. Dadurch könne der Verkehr emissionsfrei werden. Es seien bereits viele Studien und Pilotprojekte zu Wasserstoff und Brennstoffzelltechnologien gefördert worden. „Jetzt muss die Automobilindustrie bezahlbare Fahrzeuge auf den Markt bringen und den Menschen zeigen, dass die Technik zuverlässig funktioniert.“

Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) ergänzte, die Herstellung von CO2-neutralem Wasserstoff sei eine große industriepolitische Chance, bei der Deutschland führend sein müsse. Bis Ende des Jahres will die Regierung eine entsprechende Strategie entwerfen und holt sich dafür gerade Einschätzungen von Hunderten Experten ein.

Die FDP kritisierte, dass die Bundesregierung hier nur halbherzig agiere - China, Japan und Südkorea seien deutlich aktiver. Jetzt mit dem Finger auf die Industrie zu zeigen, helfe nicht weiter, sagte der stellvertretende Fraktionschef im Bundestag, Michael Theurer, der Nachrichtenagentur Reuters. Die große Koalition setze zu stark auf batteriebetriebene Autos. Außerdem fehle eine europäische Koordinierung der Maßnahmen.

In einem Thesenpapier mehrerer Ministerien heißt es, die Bundesregierung wolle Aktivitäten im Wasserstoffbereich fördern und miteinander verzahnen. „In der Industrie kann perspektivisch bei vielen Prozessen CO2-frei erzeugter Wasserstoff zum Einsatz kommen.“ Im Verkehrsbereich stünden der Luftverkehr, die Schifffahrt sowie Schwerlastwagen dabei im Fokus.

Scheuer betonte, die Regierung sei offen für alle vielversprechenden Technologien, räumte aber mit Blick auf den Auto-Gipfel am Montag im Kanzleramt ein: „Gestern war sicherlich nicht das Thema Wasserstoff die erste Priorität.“ Für wasserstoffbetriebene Fahrzeuge brauche es eine gute Tank-Infrastruktur. „Wir werden im Frühjahr 2020 bereits 100 Wasserstoff-Tankstellen in Deutschland haben.“ Bis 2021 sollten dann 15 weitere hinzukommen. Scheuer unterschrieb am Dienstag eine entsprechende Absichtserklärung mit dem Joint Venture H2Mobility, zu dem Firmen wie Air Liquide, Daimler, Linde, OMV, Shell und Total gehören.

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