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Weltmarktführer First Solar darf weiterhin giftiges Cadmium verwenden

Seit Monaten tobt in der EU ein Streit, ob das gefährliche Cadmium in Solaranlagen auch künftig erlaubt ist. US-Weltmarktführer First Solar hat die Auseinandersetzung nun für sich entschieden.

Die Neufassung der EU-Richtlinie, die giftige Stoffe aus Elektrogeräten verbannt, wird für Solaranlagen Ausnahmen zulassen. Konzernchef Rob Gillette darf in Fotovoltaikanlagen weiterhin Cadmium verbauen.

Im Europäischen Parlament wollen Konservative, Sozialdemokratien und Liberale die Novellierung an diesem Dienstag mehrheitlich absegnen. Die Zustimmung der EU-Staaten im Umweltrat am 20. Dezember ist reine Formsache.

First Solar hat in Brüssel intensive Lobbyarbeit betrieben, um eine Ausnahme für die Branche zu erreichen. Dabei hat das US-Unternehmen auch ostdeutsche Landesregierungen miteinbezogen, besitzt es doch ein Werk in Frankfurt/Oder.

Der deutsche Konkurrent Solarworld hat für ein Verbot gekämpft, er verwendet kein Cadmium, sondern Silicium. Aber First Solar profitierte davon, dass die Abgeordneten die Solarbranche als grün und zukunftsweisend einstuften, ohne Details zu ergründen. Ungeklärt ist, was passiert, wenn die Fotovoltaikanlagen entsorgt werden müssen. „Bisher“, warnt FDP-Europaabgeordneter Holger Krahmer, „greift kein Gesetz.“

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