Windows XP Tausende Windows-Rechner im Bundestag bald ungeschützt

Gut 5000 Computer der Bundestagsverwaltung und von Abgeordneten sind ab April nur unzureichend gegen Hackerangriffe geschützt. Grund sind fehlende Sicherheits-Updates.

Die Windows 8-Kritiker
Das koreanische Unternehmen Samsung ist vom neuen Microsoft Betriebssystem Windows 8 nicht überzeugt. Zumindest haben die Koreaner begonnen ihre Tablet-PCs mit Windows RT, der Schmalspurversion von Windows 8, vom Markt zu nehmen. Grund dafür seien die geringen Verkaufsaussichten für die Gadgets. Laut heise.de sollen die Tablets auf in Deutschland nicht mehr ausgeliefert werden. Wie es mit anderen europäischen Ländern aussieht, ist bisher nicht klar. Quelle: dapd
Acer-Chef Jim Wong kritisierte Windows 8 in einem Interview mit der WirtschaftsWoche. Dabei sagte er, dass das System für den User viel zu kompliziert sei. Lesen Sie das ganze Interview. Quelle: Presse
Eine herbe Klatsche gab es auch vom IT-Experten Jakob Nielsen. Der Spezialist für die User-Interface-Kommunikation und kritisierte das Grundkonzept mit seinen zwei Bedienungskonzepten. Dadurch sei die Einarbeitungszeit an den Geräten zu lang. Allerdings habe er Hoffnung, dass der Nachfolger Windows 9 diese Anfangsfehler bereinigt haben könnte. Quelle: www.nngroup.com Quelle: Screenshot
Auch Microsoft-Gründer Bill Gates äußerte sich zu dem Vorzeige-Projekt seines Nachfolger Steve Ballmer. Im US-Fernsehen sagte er, dass Windows 8 der Schlüssel für die Zukunft sei. Gleichzeitig vermisse der Innovationskraft seines Unternehmens. Quelle: REUTERS

Die Computer der Abgeordneten und Bundestagsverwaltung laufen mit dem 13 Jahre alten Betriebssystem Windows XP. Dafür wird Microsoft aber ab dem 8. April keine Sicherheits-Updates mehr anbietet. Betroffen sind knapp 5400 Rechner, wie die Bundestagsverwaltung der Zeitung „Die Welt“ bestätigte. Weitere Auskünfte gab sie nicht. Laut dem Bericht ist es unwahrscheinlich, dass in den kommenden Wochen alle Rechner mit aktuelleren Betriebssystemen ausgerüstet werden können, zumal dies in der Regel auch Neubeschaffung leistungsfähigerer Hardware erfordere. Das für die Sicherheit der Behördennetze zuständige Bundesamt für die Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hatte in diesem Zusammenhang bereits die deutschen Banken gewarnt, deren Geldautomaten zu über 90 Prozent noch mit Varianten von Windows XP ausgestattet sind.

Allein schon wegen des Alters ist Windows XP nicht mehr alltagstauglich und ohnehin ein Sicherheitsrisiko. „Microsoft hat vor 16 Jahren mit der Entwicklung begonnen, zu der Zeit waren die Sicherheitsanforderungen komplett andere“, sagt Christian Illek, Geschäftsführer von Microsoft Deutschland. Dennoch gehörte es bis zuletzt zu einem der populärsten Betriebssysteme überhaupt. Über die Risiken sollten sich Anwender jedoch klar sein und etwas tun, sagt Matthias Gärtner vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Das Ende des Supports komme ja nicht überraschend. „Das ist wie Weihnachten.“ Es gebe die Befürchtung, dass bereits gefundene Schwachstellen in der Software von Kriminellen derzeit noch bewusst zurückgehalten und erst nach Ende des Supports aktiv ausgenutzt würden, betont das BSI auf einer eigens eingerichteten Ratgeberseite.

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Befürchtungen um drohende Sicherheitsrisiken an ganz anderer Stelle wurden zuletzt auch wieder laut, da fast alle Geldautomaten in Deutschland mit Windows 2000 und XP laufen. Diese Geräte sind jedoch in der Regel nicht ans Internet angeschlossen. Dass Hacker etwa über die USB-Schnittstelle trotzdem einen Angriff starten könnten, halten Experten laut einem Bericht des Fachmagazins „heise online“ aber für ausgeschlossen. Um in Deutschland einen Automaten zu knacken, „müssten sich schon Techniker und Sicherheitspersonal mit krimineller Energie vereinigen“, schrieb das Magazin. „Ohne Insiderwissen geht es nicht.“

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