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Wirecard-Ausschuss am 25. März 2021 Die kritisierten BaFin-Mitarbeiter gehen in die Gegenoffensive

Quelle: Getty Images

Mehrere Beamte der Finanzaufsicht BaFin sagen vor dem Ausschuss aus, dass die Münchner Staatsanwaltschaft eine zentrale Rolle beim Leerverkaufsverbot gespielt habe.

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Thema des Tages:
Die BaFin-Kontrolleure verteidigen sich

Die Zeugen:
- Regina Schierhorn, BaFin
- Jean-Pierre Bußalb, BaFin
- Felicitas Linden, BaFin

Regina Schierhorn von der BaFin belegte mit ihrer Aussage die zentrale Rolle der Staatsanwaltschaft München bei der Entstehung des Leerverkaufsverbots. Der Münchner Staatsanwalt Michael Bühring habe den Aufsehern damals erklärt, ein generelles Handelsverbot für Wirecard-Aktien halte er nicht für den richtigen Weg, um der drohenden Leerverkaufsattacke zu begegnen. Ein Verbot der Leerverkäufe, so erklärt es Frau Schierhorn, habe Bühring für zielgerichteter gehalten.

Jean-Pierre Bußalb von der BaFin sagte aus, dass die Bundesbank im Fall des Leerverkaufsverbots „nicht angemessen“ beteiligt wurde. Zur Erinnerung: Die Bundesbank sah keine ausreichende Grundlage für ein Leerverkaufsverbot.

Felicitas Linden war bei der BaFin (auch) für die Abteilung Leerverkaufsverbot zuständig – wurde aber nicht eingebunden, als die BaFin das Leerverkaufsverbot erarbeitete. CDU-Parlamentarier und Ausschussmitglied Matthias Hauer sagte, dass er sich das nicht erklären könne. Linden bezeichnenderweise auch nicht.

Der große Wirecard-Liveblog zum Nachlesen: So berichteten die WiWo-Reporter aus dem Wirecard-Untersuchungsausschuss

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Mehr zum Thema: Bei dem mittlerweile insolventen Wirecard-Konzern wurde seit jeher getäuscht. Das zeigt das Buch „Die Wirecard-Story“ zweier WirtschaftsWoche-Reporter. Die Erfolgsgeschichte war zu schön, um wahr zu sein. Von Anfang an.

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