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Wirtschaftspolitik DIHK kritisiert US-Handelsabkommen mit Südkorea

Die Einigung der USA und Südkorea im Streit um den Stahlimport darf kein Vorbild für Europa sein, warnt DIHK-Außenhandelschef Treier.

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Der Außenhandelschef der DIHK kritisiert das „falsche Spiel“ der US-Regierung im internationalen Handel. Quelle: dpa

Berlin Der DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier hat die Europäer davor gewarnt, sich die jüngsten Handelsvereinbarungen zwischen den USA und Südkorea zum Vorbild für eine Lösung des Zoll-Streits mit der US-Regierung zu nehmen. „Das ist ungeeignet als Blaupause“, sagte Treier am Mittwoch.

Die USA haben Südkorea dauerhaft von den Stahlzöllen ausgenommen. Das asiatische Land stimmte im Gegenzug Änderungen im Freihandelsabkommen mit den USA zu. So will Südkorea seine Stahl-Liefermengen in die USA kürzen und den US-Autobauern den Zugang zum südkoreanische Markt erleichtern.

Treier kritisierte im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Reuters, dass Südkorea auf Druck der USA Verschlechterungen bei dem Abkommen hingenommen habe. Würden etwa den US-Autobauern Abweichungen bei der Erfüllung von Sicherheitsstandards auf dem südkoreanischen Markt ermöglicht, beeinträchtige das die Wettbewerbsbedingungen für Hersteller aus der EU.

Auf dieses „falsche Spiel“ der USA, anderen Ländern derartiges abzupressen, sollte man sich nicht einlassen. „Besser wäre es, ein Freihandelsabkommen mit den USA auf Augenhöhe zu verhandeln“, sagte Treier. Es sei wichtig, dass die Europäer in dem Handelsstreit geschlossen aufträten.

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