WiWo Startklar: 18-Stunden-Tage, Coba-Erfolgsgeheimnis: Wir machen Sie startklar für den Donnerstag
WiWo Startklar macht Sie bereit für den Tag
Foto: Dmitri BroidoGuten Morgen aus der WiWo-Redaktion. Noch ein Nachrichtenüberblick am Morgen? Gibt es davon nicht schon genug? Überblicke vielleicht. Doch das neue Format der WirtschaftsWoche, „WiWo Startklar“, ist anders. Wir bilden nicht einfach die Agenda des Tages ab, sondern zeigen Ihnen, was Sie wirklich wissen müssen, um heute im Bereich Wirtschaft mitreden zu können. Kurz und knackig, mit Zitaten, Posts und Tiefgang und vor allem dem ganz eigenen WiWo-Dreh. Probieren Sie es aus!
1. Was die Leute gerade aufregt
Influencerin Céline Flores Willers sorgt gerade für einen ziemlichen Aufruhr in den sozialen Netzwerken. Grund ist ein Video auf der Plattform Tiktok, indem sie sich dafür feiert, bis zu 18 Stunden pro Tag zu arbeiten. Nun sah sie sich genötigt, sich wiederum in einem Linkedin-Post für das Video zu rechtfertigen. Tenor: Jeder muss natürlich selbst entscheiden, was für ihn (oder sie) am besten ist.
2. Was heute wichtig wird
1. Nach langem Siechtum weist die Commerzbank am heutigen Donnerstag einen üppigen Gewinn aus und könnte in den Dax zurückkehren. Nur: Das hat wenig mit den Managementkünsten von Chef Manfred Knof zu tun. Und das Kernproblem bleibt. Drei Thesen zur Lage von Deutschlands zweitgrößter Privatbank belegen, dass sie ihre bevorstehende Dax-Rückkehr vor allem äußeren Umständen zu verdanken hat.
2. Ex-Wirecard-Chef Markus Braun muss heute erneut im Hochsicherheitsgerichtssaal der JVA München aussagen. Heute in der Befragung dürfte es ungemütlicher für ihn werden, nachdem er am Montag ungestört seine Sicht auf die Dinge darlegen durfte. Die Vorwürfe gegen sich wies er bislang zurück – und inszenierte sich als Aufklärer. Hier lesen Sie die Rückschau auf den Prozesstag vom Montag. Zudem finden Sie ab 9 Uhr den aktuellen Prozesstag hier im Liveblog.
3. Die Aufregung um den Eklat am Frankfurter Flughafen gestern legt sich nur langsam (zur Erinnerung: Die IT der Lufthansa war ausgefallen, nachdem ein Bagger auf einer Baustelle mehrere Glasfaserkabel beschädigt hatte). Währen die Flughäfen sich bereits auf den anstehenden Streik vorbereiten, läuft die Suche nach den Ursachen des Unfalls. Denn Stand jetzt sind ähnliche Vorfälle bei Tiefbauarbeiten in Deutschland gar nicht so selten. Das liegt daran, dass alles unter der Erde erschreckend oft Terra incognita bleibt, selbst mit kritischer Infrastruktur darunter. Und dennoch: Einen IT-Ausfall in diesem Umfang hat es im deutschen Luftverkehr noch nie gegeben, wie Experte Heinrich Großbongard im Interview erzählt.
3. Die steile These für die Kaffeepause
Nach einem historisch negativen Jahr 2022 macht sich an den Märkten gerade Optimismus breit. Zu Unrecht, wie Jürgen Callies im Gastkommentar darlegt. Die Märkte würden davon ausgehen, dass dieselben Mechanismen zur Stabilisierung der Märkte greifen werden, die auch in den anderen Krisen der vergangenen 25 Jahre erfolgreich waren. Das dürfte jedoch ein Trugschluss sein – mit weitreichenden Folgen.
4. Der Tiefgang des Tages
So umweltfreundlich E-Autos auch sein mögen, es bleibt immer (mindestens) ein Problem: das Recycling der schweren Batterien. Doch nun gibt es Ideen, wie das funktionieren könnte. Ein Team von der RWTH Aachen hat das Recycling von Lithium-Ionen-Batterien weiterentwickelt. Mehr als 90 Prozent der wertvollen Batterie-Metalle lassen sich mit ihrer Technik zurückgewinnen. Wie das funktioniert und ob es sich durchsetzen könnte, lesen Sie hier.
5. Was sonst noch wichtig ist
- Große Deutschlandkarte: So viel müssen Sie fürs Eigenheim verdienen
- Banken-Stresstest für René Benko: Kommt der Galeria-Eigner noch an frisches Geld?
- Ärger um die Einmalzahlung für Studenten: Besser in Brieftauben investieren
- Geschäftsmodell Fachkräftemangel: Business-Netzwerk für Menschen mit Blaumann
- Wird Bitcoin steuerfrei!? Der Bundesfinanzhof entscheidet über Kryptowährungen
6. Ihre Meinung ist gefragt
Wir wünschen Ihnen einen erkenntnisreichen Tag. Schauen Sie sich gerne noch etwas bei uns um. Ansonsten bis morgen an dieser Stelle!
Lesen Sie auch: Warum Japans Autobauer an allen Antriebsarten festhalten