WiWo Startklar: IWF-Paradoxon, Credit-Suisse-Blockade und Mehr-als-Batterie: Das müssen Sie heute wissen
Alles, was Sie heute im Bereich Wirtschaft wissen müssen
Foto: WirtschaftsWocheGuten Morgen aus der WiWo-Redaktion. Unser neues Morgenformat „Startklar“ gibt Ihnen einen kompakten Überblick über alles, was Sie heute wissen müssen, um im Bereich Wirtschaft mitreden zu können. Kurz und knackig, mit Zitaten, Posts und Tiefgang und vor allem dem ganz eigenen WiWo-Dreh. Probieren Sie es aus!
1. Was heute wichtig wird: IWF-Tagung, Credit-Suisse-Rettung, Ukraine-Leak
1. In Washington treffen ab heute die Großen der Wirtschafts- und Finanzwelt zur Jahrestagung von Internationalem Währungsfonds (IWF) und Weltbank zusammen. Auch Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP), der gestern mit einem Regierungs-Airbus vom alten Typ A340-300 aus Berlin anreiste. Mit dabei: WiWo-Reporter Christian Ramthun, der noch in der Maschine die neuen Zahlen des IWF analysiert hat. Die werden immer im Vorfeld des Treffens zur Verfügung gestellt und sehen für Deutschland nicht allzu rosig aus. Ausgerechnet das könnte Finanzminister Lindner jedoch nutzen.
2. Stolperstein für die Credit-Suisse-Rettung: Das Schweizer Parlament hat die Finanzgarantien in Höhe von 109 Milliarden Schweizer Franken zur Rettung der Credit Suisse im ersten Durchgang abgelehnt. Die große Kammer missbilligte am Dienstag nachträglich mit 102 der 200 Stimmen die Rettungsaktion. Die kleine Kammer hatte die Gelder zuvor genehmigt. Nun werden beide Kammern voraussichtlich am Mittwoch erneut abstimmen. Ohnehin war die eigentliche Entscheidung bereits unter dem sogenannten Notrecht getroffen worden.
3. Nach der Veröffentlichung brisanter US-Informationen zum Krieg in der Ukraine bemüht sich die US-Regierung um Aufklärung und versucht, ihre Verbündeten zu beruhigen. „Wir werden jeden Stein umdrehen, bis wir den Ursprung und das Ausmaß des Vorfalls herausgefunden haben”, sagte US-Verteidigungsminister Lloyd Austin gestern in Washington.
2. Die steile These für die Kaffeepause: Macron, China und die USA
Selten fallen im außenpolitischen Diskurs so heftige Urteile: Emmanuel Macron scheine „von allen guten Geistern verlassen“, heißt es im Bundestag, seine Äußerungen seien ein „Desaster“ und insgesamt stelle die Chinareise des Franzosen einen „PR-Coup für Xi“ dar. Starker Tobak also. Nun – ist es klug, sich als einer der führenden Politiker in Europa ausgerechnet gegenüber China von den USA zu distanzieren, wie Macron es nach Meinung seiner Kritiker getan hat? Nein, er hätte die Bewertung seiner Reise besser in Paris oder Brüssel abgegeben. Aber es ist auch nicht falsch, vor einer zu großen Abhängigkeit Europas von den USA zu warnen, schreibt WiWo-Redakteur Daniel Goffart im Kommentar.
3. Der Tiefgang des Tages: Sorgt der Superkondensator bald für blitzschnelles Laden?
Die langen Ladezeiten schrecken viele Menschen vom Kauf eines Elektroautos ab. Eine neue Technik könnte nun dafür sorgen, dass das Aufladen des Akkus nicht einmal mehr so lange dauert wie das Tanken von Benzin: Ein 600 Kilowatt starkes Ladegerät verspricht, die Batterie in nur 30 Sekunden wieder zu füllen. Das Zauberwort heißt Superkondensator. Der speichert Energie nicht chemisch, wie Batterien, sondern statisch. Und das fast unendlich oft, ohne zu altern. Was die Hoffnungstechnologie kann – und ob sie wirklich das Zeug hat, das größte E-Auto-Problem zu lösen.
4. Diese Grafik sagt mehr als 1000 Worte: Welche Dax-Konzerne die meiste Dividende zahlen
5. Welche Nachrichten heute sonst noch wichtig sind
- Beiersdorf: 782 Euro für 20 Milliliter Hautcreme
- Satellitenbilder zeigen: Hier wappnen sich Japan, USA und Australien für den Krieg um Taiwan
- Immobiliendienstleister: Und weiterhin kriselt es bei Corestate
- 80 Prozent Kursplus: Feiert Bitcoin jetzt das Comeback?
6. Ihre Meinung ist gefragt
Wir wünschen Ihnen einen erkenntnisreichen Tag! Schauen Sie sich gerne noch etwas bei uns um. Ansonsten bis morgen an dieser Stelle.