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Zinsentscheidung

Die Fed ist zu spät dran

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Anpassung im Sommer 2015

Doch wird die Fed tatsächlich auf absehbare Zeit die Zinszügel straffen, so wie es die Taylor-Regel nahelegt? Trotz der sehr klaren Handlungsempfehlung wohl nicht. Tatsächlich haben etliche US-Währungshüter zuletzt wiederholt auf die Risiken der laufenden US-Erholung hingewiesen und damit ihr Festhalten am historisch niedrigen Leitzinsniveau begründet.

Obwohl die Zeit für eine Leitzinswende reif ist, wird die Fed wohl erst im Sommer 2015 ihre Zinszügel straffen. Trotz regelbasierter Hilfe, nicht zuletzt durch die weit verbreitete Taylor-Regel, wird sich die Fed auch in Zukunft in ihrer Entscheidungsfindung wohl sehr von spezifischen Einzelaspekten leiten lassen. Schlagend in diesem Zusammenhang ist der Verweis vieler führender Fed-Verantwortlicher auf das nach deren Dafürhalten nach wie vor allzu hohe Niveau der Langzeitarbeitslosigkeit in den Vereinigten Staaten.

Sechs Aktien mit Aufhol-Potential

Das Handeln der Fed ist ein klares Indiz dafür, dass die amerikanische Notenbank die konjunkturellen Risiken weiterhin höher gewichtet, als die Risiken, die von der sehr expansiven Geldpolitik ausgehen. Dies scheint auf den ersten Blick zu überraschen, da sich konjunkturelle Entwicklung der US Wirtschaft in den letzten Quartalen sehr günstig dargestellt hat. Jedoch scheint die nun großenteils überwundene Banken und Wirtschaftskrise tiefe Spuren in den wirtschaftlichen Strukturen hinterlassen zu haben.

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So ist zurzeit nicht klar wo eigentlich das Wachstumspotential der US-Wirtschaft liegt. Vor der Krise hat man es auf rund 4 Prozent geschätzt, aktuelle Schätzungen gehen von nur noch 2,5 Prozent aus. Diese Unsicherheiten spiegeln sich dann auch in der Politik der Fed wider, da die Fed einen verfrühten Zinsschritt und das damit einhergehende Risiko, dass Wachstum merklich zu dämpfen auf jeden Fall verhindern möchte. Durch die niedrigen Notenbankzinsen ausgelöste Übertreibungen am Kapitalmarkt werden hier billigend in Kauf genommen.

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