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Zum Jahreswechsel Acht Euro mehr für Hartz-IV-Empfänger

Die Bundesregierung will einem Zeitungsbericht zufolge den Hartz-IV-Regelsatz zum Jahreswechsel um acht Euro anheben. Das Arbeitslosengeld solle von 391 Euro auf 399 Euro pro Monat steigen.

Diese Berufsgruppen arbeiten am meisten
Vollzeitbeschäftigte Arbeitnehmer arbeiteten 2015 durchschnittlich 1.657 Stunden Quelle: ZB
ArbeitstageWas sich dagegen viel stärker geändert hat, sind die Tage, an denen gearbeitet wird. Von "Samstags gehört Vati mir" ist in vielen Branchen nichts mehr zu spüren: Im Jahr 2015 arbeitete gut jeder Vierte (26,5 Prozent) ständig oder regelmäßig an Samstagen oder Sonntagen. 20 Jahre zuvor, im Jahr 1996, waren es noch 23,5 Prozent. Bis zum Jahr 2007 war der Anteil auf den bisherigen Höchststand von 27,8 Prozent angestiegen und bis 2015 wieder etwas zurückgegangen. Quelle: dpa
Wohnungsanzeige Quelle: dpa
Ein junger Mann liest kleinen Kindern etwas vor Quelle: dpa
Zwei Männer putzen Fenster Quelle: dpa/dpaweb
Zwei Frauen richten ein Bett in einem Hotel Quelle: dpa/dpaweb
Ein Mann arbeitet an einer Maschine Quelle: dpa

Die 6,1 Millionen Hartz-IV-Empfänger sollen zum Jahreswechsel acht Euro mehr im Monat bekommen. Der Regelsatz für Alleinstehende soll dann von derzeit 391 Euro auf 399 Euro pro Monat steigen, ein Plus von gut zwei Prozent. In Regierungskreisen wurden am Samstag entsprechende Informationen der „Bild“-Zeitung (Samstagsausgabe) bestätigt. Die Anhebung liegt damit über der Preissteigerungsrate von zuletzt 1,5 Prozent. Leben zwei Erwachsene in einer Bedarfsgemeinschaft, erhalten sie zum 1. Januar 2015 jeweils 360 Euro, sieben Euro mehr als bisher. Für Kinder bis sechs Jahre gibt es künftig 234 Euro - das sind fünf Euro mehr. Das Kabinett will am 17. September die Verordnung des Bundesarbeitsministeriums zur Kenntnis nehmen. Später muss noch der Bundesrat zustimmen.

In Arbeit
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Die Erhöhung liegt aber nicht im Gutdünken der schwarz-roten Koalition, die jährliche Anpassung ist gesetzlich vorgeschrieben. Sie orientiert sich zu 70 Prozent an der Preissteigerung und zu 30 Prozent an der Lohnentwicklung. Eine Sprecherin von Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) betonte: „Es handelt sich um einen gesetzlichen Auftrag in direkter Umsetzung des Bundesverfassungsgerichtsurteils zu den Regelsätzen.“

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