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+++ Die Ereignisse im Überblick +++ Banken bleiben heute geschlossen

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Griechische Parlament kommt noch am Samstag zusammen


+++10.42 Uhr+++

In der CDU/CSU wird Protest gegen das jüngste Angebot der Gläubiger an Griechenland laut. Der Vorsitzende des Bundestags-Wirtschaftsausschusses, Peter Ramsauer (CSU), kritisierte in "Bild" (Samstagsausgabe), ein solcher Kompromiss würde die bisherige Beschlusslage des Bundestages sprengen. Denn er biete "frisches Geld bei null Gegenleistung". Der Bundestag habe die jüngste Verlängerung des zweiten Hilfspaketes an eine Bedingung geknüpft. Demzufolge seien weitere Gelder nur möglich, wenn das Hilfspaket nach Umsetzung der Reformen erfolgreich abgeschlossen sei. "Davon sind wir Lichtjahre entfernt", sagte Ramsauer.

+++10.00 Uhr +++

Die kleinere griechische Regierungspartei ruft die Bevölkerung zur Ruhe auf. Die Bürger sollten sich nicht einschüchtern lassen, sagte der Chef der rechtspopulistischen Unabhängigen Griechen, Panos Kammenos, am Samstag im griechischen Fernsehen. Das Land werde sich nicht erpressen lassen. "Die Banken werden nicht schließen", betonte Kammenos, der zugleich auch Verteidigungsminister ist. Seinen Worten zufolge wird es an den Automaten weiter Geld geben.

+++09.30 Uhr+++

Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel zeigt sich grundsätzlich offen für das von Griechenlands Ministerpräsident Alexis Tsipras angekündigte Referendum zu den Reformforderungen der Gläubiger. Man wäre klug beraten, den Vorschlag von Tsipras nicht einfach abzutun, sagt Gabriel im Deutschlandfunk. Eine Volksabstimmung sei aber nur dann sinnvoll, wenn dann auch das Angebot der europäischen Geldgeber zur Abstimmung stehe.


Tsipras habe am frühen Samstag bereits mit EZB-Präsident Mario Draghi gesprochen, sagte ein Regierungssprecher in Athen. Dieser habe mit "Verständnis und Sensibilität" auf die Ankündigung reagiert. Für Samstagnachmittag ist in Brüssel ein neuerliches Treffen der Euro-Finanzminister geplant.

+++ 09.14 Uhr+++

Das griechische Parlament soll noch am Samstag zusammenkommen, um grünes Licht für das Referendum zu geben. Aus der Tsipras-Regierung kamen zahlreiche Stimmen, gegen die Reformen zu votieren. Der Fraktionschef der Syriza-Partei, Nikos Filis, sagte, das Ultimatum der Gläubiger müsse zurückgewiesen werden. Staatsminister Nikos Pappas geht davon aus, dass sich das Volk gegen die Auflagen aussprechen wird. Ähnliche Meinungen kamen auch vom rechtspopulistischen Koalitionspartner der Syriza.

+++09.00 Uhr+++

Tsipras sagte in einer TV-Ansprache am Samstagvormittag, das griechische Volk werde am 5. Juli über die von den Geldgebern verlangten Reformen abstimmen können. Er werde die Gläubiger bitten, das Ende Juni auslaufende Hilfspaket dafür um einige Tage zu verlängern. Der 40-jährige Links-Politiker versprach, sich an das Ergebnis der Abstimmung zu halten. Seiner Regierung sei von den Gläubigern ein Ultimatum gesetzt worden, das unvereinbar sei mit den in Europa geltenden Prinzipien. Tsipras sprach von nicht tragbaren Belastungen für die Bürger, die die sozialen Ungleichgewichte noch verstärken würden.
Tsipras habe am frühen Samstag bereits mit EZB-Präsident Mario Draghi gesprochen, sagte ein Regierungssprecher in Athen. Dieser habe mit "Verständnis und Sensibilität" auf die Ankündigung reagiert. Für Samstagnachmittag ist in Brüssel ein neuerliches Treffen der Euro-Finanzminister geplant.

Die von Athen vorgeschlagenen Sparmaßnahmen

+++08.30 Uhr+++

Der Schuldenstreit zwischen Griechenland und seinen internationalen Geldgebern eskaliert. Nachdem die Verhandlungen über die Auflagen für weitere Hilfen keinen Durchbruch brachten, kündigte Ministerpräsident Alexis Tsipras am Freitagabend überraschend ein Referendum zu den umstrittenen Reformen an, auf die sich Griechenland einlassen soll. Damit wird der Zeitplan für die Gespräche mit den Gläubigern abermals durcheinandergewirbelt. Ob Athen seinen finanziellen Verpflichtungen nächste Woche noch nachkommen kann, ist ungewiss. Eine entscheidende Rolle kommt nun der Europäischen Zentralbank (EZB) zu, die Tag für Tag Notkredite für die Geldhäuser des Landes genehmigt.


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