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+++ Die Ereignisse im Überblick +++ Banken bleiben heute geschlossen

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Schäuble: Griechenland hat Verhandlungstisch verlassen

+++14.41 Uhr+++

IWF-Chefin Christine Lagarde hat sich trotz des angekündigten griechischen Referendums für weitere Gespräche der Geldgeber mit der Athener Regierung ausgesprochen. „Wir werden unsere Arbeit fortsetzen“, sagte Lagarde am Samstag in Brüssel vor Beratungen der Euro-Finanzminister. Die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF) sprach sich erneut für Schuldenerleichterungen für Athen durch die Europäer aus. Dies lehnen die Euro-Länder bisher allerdings strikt ab.

+++14.34 Uhr+++

Wolfgang Schäuble sieht für Gespräche über das griechische Hilfsprogramm keine Grundlage mehr. "Der Verhandlungstisch ist von Griechenland verlassen worden." Damit ende das Programm am Dienstag.


+++14.20 Uhr+++

Die Mehrheit der Euro-Gruppe ist nach Angaben des finnischen Finanzministers Alexander Stubb gegen eine Verlängerung des Hilfsprogramms für Griechenland. „Plan B wird nun zu Plan A“, sagte Stubb am Samstag in Brüssel vor Beratungen der Euro-Finanzminister. Auch mit Blick auf die von Athen angekündigte Volksabstimmung über die Reform- und Sparvorschläge sprach Stubb von einem schlechten Tag für die Griechen. Die Frage einer Verlängerung des Hilfsprogramms um einige Tage durch ein Referendum stelle sich nicht. Die Tür für weitere Gespräche sei nun geschlossen.

+++14.05 Uhr+++

Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem hat sich über das griechische Referendum sehr enttäuscht gezeigt. „Ich bin negativ überrascht“, sagte Dijsselbloem am Samstag vor der Krisensitzung der Euro-Finanzminister in Brüssel zur Griechenland-Krise. Die griechische Entscheidung für ein Referendum habe „die Tür für weitere Gespräche“ mit Athen geschlossen. Dies sei eine sehr traurige Situation für Griechenland. Athen habe den letzten Vorschlag der Geldgeber-Institutionen abgelehnt. Ob es eine Verlängerung des Hilfsprogramms geben kann, sagte Dijsselbloem nicht.

+++13.58 Uhr+++

Der belgische Finanzminister Johan Van Overtveldt hat die griechischen Referendumspläne als "bizarr" bezeichnet. "Es ist etwas widersprüchlich, wenn die Regierung sagt 'Wir wollen das Volk befragen' und gleichzeitig betont, dass sie selbst das Programm ablehnt", sagte er am Samstag in Brüssel vor der Sitzung der Euro-Finanzminister. Die Eurogruppe werde aber nicht über das Referendum reden. "Wir werden über das Programm diskutieren."


+++13.50 Uhr+++

Außenminister Frank-Walter Steinmeier wirbt dafür, dass Regierungschef Alexis Tsipras für den Kompromissvorschlag Partei ergreift. "Ich hoffe, dass Griechenland die ausgestreckte Hand ergreift", sagt er der "Welt am Sonntag" laut Vorabmeldung. Wenn dies in Form eines Referendums sein solle, "dann sei es so".

+++13.30 Uhr+++

CSU-Chef Horst Seehofer hat die aus Linken und Rechten gebildete Koalitionsregierung Griechenlands im Zusammenhang mit der drohenden Staatspleite des Landes scharf angegriffen. „Was uns die griechische Regierung seit vielen Wochen bietet, ist Zirkus“, sagte Seehofer am Samstag beim Bezirksparteitag der CSU Oberbayern in Miesbach. Er sei sich mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) einig: „Wir sollten diesen Zirkus so schnell wie möglich beenden.“

+++13.10 Uhr+++

Beim Treffen der Eurogruppe am Samstag ist Euro-Zonen-Kreisen zufolge nicht mit einer Verlängerung des Hilfsprogramms für Griechenland zu rechnen. Mehrere Länder seien dagegen, sagte ein Vertreter der Euro-Zone. Die Ankündigung eines Referendums wird nach Ansicht des deutschen Wirtschaftsforschers Clemens Fuest den Ansturm auf die griechischen Banken dramatisch verschärfen. "Nur mit Kapitalverkehrskontrollen ab Montag kann Griechenland bis zum 05. Juli Zeit gewährt werden, ein Referendum über das Rettungsprogramm abzuhalten."

+++13.05 Uhr+++

Die Linken-Vorsitzenden Katja Kipping und Bernd Riexinger loben die Ankündigung der griechischen Regierung. "EU-Eliten aufgepasst, so geht Demokratie", erklären sie gemeinsam in einer Mitteilung.


+++12.50 Uhr+++

Der Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag, Anton Hofreiter, hat eine Zustimmung seiner Partei zu dem neuesten Angebot der Geldgeber an Griechenland signalisiert. „Unsere Fachleute werden eine mögliche Einigung rasch prüfen können“, sagte Hofreiter der „Rheinischen Post“ (Samstagsausgabe). „Wir unterstützen jeden Versuch, Europa zusammenzuhalten und sozialer zu machen.“ Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) warf er vor, sie habe vor ihrer eigenen Bundestagsfraktion Angst. „Diese Angst vor dem Kompromiss schwächt Europa. Sie darf sich nicht länger hinter den Gläubiger-Institutionen und den Finanzministern verstecken, sondern muss eine tragfähige Lösung finden. Es geht um nichts weniger als die europäische Einheit.“

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