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+++ Die Ereignisse im Überblick +++ Banken bleiben heute geschlossen

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"Tsipras hat mit der Ankündigung selbst den Stecker gezogen"

+++12.37 Uhr+++

Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel hält die von Griechenlands Regierungschef Alexis Tsipras geplante Volksabstimmung über Reformen als Gegenleistung für Hilfskredite für einen gangbaren Weg. „Wir wären gut beraten, Tsipras diesmal zu folgen“, sagte Gabriel am Samstag im Deutschlandfunk. Ein Referendum könne sinnvoll sein, wenn die Bedingungen eines Reformprogramms für Griechenland klar seien. Der griechische Innenminister Nikos Voutsis ruft unterdessen alle Parteien im Parlament auf, für die Abhaltung eines Referendums zu stimmen. Eine einstimmige Entscheidung der Abgeordneten würde die Verhandlungsposition stärken.

+++12.30 Uhr +++

Der Rat der Europäischen Zentralbank wird einem Insider zufolge am Sonntag darüber beraten, ob die Nothilfen für griechische Geldinstitute erneut ausgeweitet werden.

+++12.07 Uhr+++

Der stellvertretende griechische Regierungschef wird sich nach Auskunft eines Insiders heute mit EZB-Chef Mario Draghi in Brüssel treffen.

++11.50 Uhr+++

"Tsipras hat mit der Ankündigung selbst den Stecker gezogen", sagte der Vorsitzende des Europaausschusses, Gunther Krichbaum, der Nachrichtenagentur Reuters am Samstag. "Mit der Ankündigung wird dem Bundestag die Grundlage für eine Entscheidung gezogen." Voraussetzung für die bisher für Dienstag geplante Abstimmung im Bundestag sei ein Antrag des Bundesfinanzministeriums und dass das griechische Parlament Reformen zustimme. "Die von uns verlangte Zustimmung des griechischen Parlaments ist aber mit der Referendumsankündigung hinfällig."

Auch eine kurzfristige Übergangslösung ist nach Einschätzung des Abgeordneten mit dem Bundestag kaum zu machen. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass es eine Mehrheit der Unionsfraktion dafür gibt, nun das am 30. Juni auslaufende Hilfspaket noch einmal um eine Woche zu verlängern, um das Ergebnis des Referendums abzuwarten." Tsipras hätte eine Volksabstimmung viel früher ansetzen sollen.

+++11.30 Uhr+++

Das von Athen angekündigte Referendum über die Sparprogramme hat in Brüssel für Verärgerung gesorgt. „Das geplante Referendum hat alles noch komplizierter gemacht“, sagte ein EU-Diplomat am Samstag in Brüssel. „Das ist noch einmal eine Volte der griechischen Regierung, um alles durcheinander zu bringen.“ Der Zeitplan sei nun nicht mehr einzuhalten. „Ich denke, dass jetzt über einen Plan B geredet werden muss“, sagte der Diplomat. Damit wird üblicherweise eine Pleite oder ein Euro-Austritt Griechenlands umschrieben.

+++11.16 Uhr+++

Von Grexit bis Graccident - die wichtigsten Begriffe zur Schuldenkrise

+++11.05 Uhr+++

Unmittelbar nach der Ankündigung der Volksabstimmung mit der Frage Ja oder Nein zu einem möglichen Sparprogramm haben sich vor den Geldautomaten in Griechenland lange Schlangen gebildet. Wie Augenzeugen berichteten und Fernsehsender am Samstagmorgen zeigten, warteten am zentralen Athener Platz von Kolonaki fast 40 Menschen vor dem Geldautomaten der National Bank of Greece. Auch in anderen Stadtteilen gab es ähnliche Bilder. Einige Geldautomaten waren wegen des Ansturms leer, berichteten Augenzeugen.

+++11.00 Uhr+++

+++10.50 Uhr+++

Trotz der griechischen Pläne für eine Volksabstimmung werden sich die Finanzminister der Euro-Zone wie geplant heute um 14.00 Uhr in Brüssel treffen, wie ein EU-Vertreter sagt.

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