WiWo App Jetzt gratis testen
Anzeigen

+++ Die Ereignisse im Überblick +++ Banken bleiben heute geschlossen

Seite 3/6

Verhandlungen gehen weiter

+++18.05 Uhr+++

In Brüssel gehen die Verhandlungen der Euro-Gruppe weiter – allerdings ohne den griechischen Finanzminister. Dabei gehe es auch um die Vorbereitung erforderlicher Maßnahmen, um sicherzustellen, dass jederzeit die Stabilität der Eurozone auf hohem Niveau aufrechterhalten bleibe, sagte Dijsselbloem: „Wir sind entschlossen, die Stärke und die Glaubwürdigkeit der Eurozone zu wahren.“

+++17.50 Uhr+++

Zum Abschluss einer Pressekonferenz sagte Dijsselbloem: „Das Programm läuft aus, das ist absolut sicher im Moment“. Die Eurogruppe werde das Nötigste tun, um die Glaubwürdigkeit der Währungsunion aufrecht zu erhalten, betonte er. Wenn die Griechen bei der geplanten Volksabstimmung für das Spar- und Reformpaket stimmen sollten, stellt sich nach Darstellung Dijsselbloems vor allem die Frage, mit wem dann vertrauensvoll zusammengearbeitet werden solle.


+++17.40 Uhr+++

Laut Dijsselbloem haben sich mit Ausnahme Griechenlands die anderen 18 Finanzminister auf eine Erklärung verständigt. Die griechische Regierung habe den Prozess abgebrochen. Es sei unfair, die Vorschläge den Griechen zur Abstimmung vorzulegen und mit einem Nein und negativen Votum zu werben. Das Hilfsprogramm werde am Dienstagabend auslaufen. Es sei die letzte Möglichkeit einer Einigung gewesen. „Wir sind entschlossen, die Stärke der Eurozone zu wahren.“

+++17.30 Uhr+++

Das Rettungsprogramm für Griechenland läuft Dienstagnacht aus. Das sagte Eurogruppenchef Jeroen Dijsselbloem am Samstag in Brüssel nach einer Sitzung der Euro-Finanzminister und bestätigte damit frühere Angaben von Diplomaten.


+++17.20 Uhr+++

Die 19 Euro-Finanzminister nehmen nach Angaben von Vertretern der Euro-Zone ihre Beratungen in Brüssel nach einer rund halbstündigen Unterbrechung wieder auf. Vor einem Treffen der 18 Minister ohne den griechischen Ressortchef Yanis Varoufakis soll es erneut eine Pause geben. Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem wird nach Angaben des Pressedienstes des EU-Rates in Kürze eine Pressekonferenz geben.

+++17.15 Uhr+++

Die Eurogruppe will das Rettungsprogramm für Griechenland nicht mehr verlängern. Damit würden noch bereitstehende Milliardenhilfen für das pleitebedrohte Land am 30. Juni verfallen, berichteten EU-Diplomaten am Samstag in Brüssel am Rande von Krisenberatungen der Eurogruppe. Den Angaben zufolge sollen die Verhandlungen der Euro-Finanzminister ohne Griechenland fortgesetzt werden. Dabei dürfte es auch um alternative Pläne gehen.


+++16.57 Uhr+++

Nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters treffen sich die Euro-Finanzminister im Laufe des Tages nach Angaben von EU-Diplomaten eventuell erneut ohne den griechischen Vertreter Yanis Varoufakis. Das Treffen sei nur unterbrochen. Der griechische Finanzminister berate sich mit EZB-Vertretern. Danach sei eine weitere Eurogruppen-Sitzung mit Varoufakis geplant, im Anschluss daran womöglich ohne ihn.

+++16.38 Uhr+++

Nach nur rund zwei Stunden haben die Euro-Finanzminister in Brüssel nach Angaben von Vertretern der Euro-Zone ihre Sondersitzung zu Griechenland beendet.

+++16.30 Uhr+++

Die Verhandlungen der Euro-Finanzminister gehen weiter. Angeblich bereitet man sich dort schon auf Plan B vor – die Vorkehrungen für eine griechische Staatspleite.

+++15.58 Uhr+++

Das Parlament in Athen debattiert unbeeindruckt vom möglichen Scheitern der Verhandlungen mit seinen Geldgebern weiter über ein Referendum zu den geforderten Sparvorschlägen. Die Abgeordneten diskutierten am Samstagnachmittag unter anderem darüber, ob das von Regierungschef Alexis Tsipras für Sonntag kommender Woche angekündigte Referendum über das von den Geldgebern geforderte Sparprogramm überhaupt verfassungskonform sei.

+++15.44 Uhr+++

Die deutschen Protagonisten im Krisen-Countdown
Wolfgang Schäuble: Der RealistDer Bundesfinanzminister (CDU) spricht von „gegenseitigem Vertrauen“ und von „anstrengenden“ Verhandlungen mit Griechenland. Er will das Land im Euro halten, er sagt aber auch zu einem möglichen Grexit: Das sei eine “Entscheidung des griechischen Volkes“. So klingt einer, der einen Grexit nicht mehr für eine Katastrophe hält. Quelle: AP
Angela Merkel: Die VerhandlerinDie Bundeskanzlerin pflegt ihre Marke und vermeidet öffentliche Aussagen zu Griechenland. Wenn sie etwas sagt, steht sie fest zu Griechenland im Euro-Raum. Alles andere verbietet sich. Dabei setzt die Kanzlerin weiter auf die Kraft der Verhandlungen - im Zweifel auch ohne den griechischen Ministerpräsidenten. Beim Treffen von IWF, EZB, Jean-Claude Juncker und Francoise Hollande Anfang der Woche blieb Tsipras außen vor. Quelle: AP
Sigmar Gabriel: Der VorsichtigeDer Bundeswirtschaftsminister (SPD) hält sich mit öffentlicher Kritik an Griechenland zurück, sieht den Ball aber nun in Athen. Die Gläubiger hätten ihre Vorschläge gemacht. „Es hängt jetzt von Griechenland ab", so Gabriel. Gleichzeitig warnte er vor „gigantischen“ Konsequenzen einer Insolvenz. Die Wahrheit sei: "Wenn der erste Stein aus dem europäischen Haus herausbrechen würde, dass dann Europa in einem anderen Aggregatzustand wäre." Quelle: dpa
Jens Weidmann: Der MahnerDer Bundesbank-Präsident ist der Mahner der Bundesregierung. Er macht hinter den Kulissen Druck. Vor allem die Bankenfinanzierung in Athen macht ihm Sorgen. Denn die griechische Zentralbank hilft den klammen Geschäftsbanken im Land mit Notfallkrediten, um sie mit Liquidität versorgen. Doch mit dem Geld kaufen die Banken vor allem kurzlaufende Staatsanleihen oder verlängern diese – das gleicht einer monetären Staatsfinanzierung. Weidmann warnt vor einer Destabilisierung des Finanzsystems und fordert, dass Banken Staatsanleihen künftig mit Eigenkapital in der Bilanz absichern müssen. Quelle: dpa
Martin Schulz: Der UngeduldigeEr ist kein direkt Beteiligter, aber einer, der Tacheles redet. Griechenland habe gegenüber Europa „eine Bringschuld“, so Schulz, „weil es viel Solidarität von der EU erfahren hat". Deshalb müsse Athen Reformen voranbringen, bei der Reform seiner Wirtschaft und öffentlichen Verwaltung, bei einer gerechteren Verteilung der Lasten, besonders auch bei der Besteuerung der großen griechischen Vermögen. Dann wird der SPD-Politiker noch deutlicher: "Leider sehen wir da bisher noch nicht das, was sich viele auch in Griechenland vorgestellt haben." Quelle: dpa
Bernd Riexinger: Der VerteidigerDer Linken-Chef nimmt seinen Parteifreund Tsipras aus Griechenland in Schutz. Schuld an der Misere seien die alten Eliten und Vorgängerregierungen. Die Linke fordert einen Schuldenschnitt und mehr Zeit für Reformen. Entlastung der kleinen Leute müsse durch eine Millionärssteuer finanziert werden. Zudem müsse Deutschland „die Zwangsanleihe, die Nazi-Deutschland Griechenland abgepresst hat“ zurückzahlen. Quelle: dpa
Simone Peter: Die VerständnisvolleGrünen-Parteichefin Simone Peter forderte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) auf, den Konfrontationskurs gegenüber der griechischen Regierung zu beenden. "Es geht nicht um Gewinnen oder Verlieren, sondern um einen guten Kompromiss, der Griechenland endlich wieder Luft zum Atmen gibt und mit sozial-ökologischen Investitionen das Wirtschaftswachstum ankurbelt." Quelle: dpa

+++15.30 Uhr +++

Österreichs Finanzminister Hans Jörg Schelling hat die Lage im griechischen Schuldenstreit als eine „äußerst dramatische und schwierige Situation“ bezeichnet. „Ich glaube, es ist das passiert, was eigentlich nie passieren hätte sollen.“ Durch das Verhalten der griechischen Regierung sei die Zeit verloren gegangen, um Verhandlungen zu führen. „Griechenland hat den Verhandlungstisch jetzt verlassen.“ Eine Verlängerung des laufenden Hilfsprogramms über den 30. Juni hinaus schloss Schelling am Samstag aus. Nun müsse auch über Alternativen gesprochen werden.


+++15.25 Uhr+++

Der finnische Finanzminister Alexander Stubb sieht nach der Ankündigung des griechischen Referendums die Zeit für Gespräche über einen Euro-Austritt Griechenlands gekommen. Die Pläne für die Volksabstimmung hätten das Land näher an ein Verlassen der Eurozone gebracht, den sogenannten Plan B, erklärte Stubb am Samstag. Es gebe „mehr oder weniger einen Konsens innerhalb der Eurogruppe, dass wir das (Rettungs-)Programm, so wie es steht, nicht verlängern können.

+++15.19 Uhr+++

Griechenlands Finanzminister Yanis Varoufakis will sich nach eigenen Worten beim Eurogruppen-Treffen für eine Verlängerung des Hilfsprogramms um einige Wochen bemühen. Damit solle dem Referendum Rechnung getragen werden. Die griechischen Banken sollen trotz des erheblichen Kapitalabflusses nicht schließen. Die Zentralbank habe dafür zu sorgen, dass dies so bleibe, sagte Varoufakis am Samstag.

+++15.05 Uhr+++

Teuer, aber machbar - Euro ohne Griechenland

+++14.53 Uhr+++

Das Referendum bezeichnete Mitsotakis gegenüber der "Süddeutschen Zeitung" als "verfassungswidrig", da über Finanzfragen gar nicht vom Volk direkt abgestimmt werden könne. Er verlangte sofortige Neuwahlen und nannte das Vorgehen von Syriza einen "Putsch im Parlament".

Inhalt
Artikel auf einer Seite lesen

Jetzt auf wiwo.de

Sie wollen wissen, was die Wirtschaft bewegt? Hier geht es direkt zu den aktuellsten Beiträgen der WirtschaftsWoche.
Diesen Artikel teilen:
  • Artikel teilen per:
  • Artikel teilen per:
© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%