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AfD-Chef Bernd Lucke Griechenland soll Euro-Zone verlassen

Nach ihrem historischen Wahlsieg in Griechenland kann die Linkspartei Syriza sofort eine neue Regierung bilden. Man habe die Unterstützung der Partei Unabhängige Griechen, hieß es nach Koalitionsgesprächen in Athen.

Die Bilder der Griechenland-Wahl
Starke Prognose für Syriza: Auf der Wahlparty des Linksbündnisses wird bei der Veröffentlichung der ersten Zahlen laut gejubelt. Quelle: ap
Den Tränen nahe: Einige Mitglieder feiern den Wahlsieg emotional. Quelle: Reuters
Dagegen herrscht bei der bisherigen Regierungspartei Nea Dimokratia Entsetzen – sie landet deutlich hinter Syriza. Quelle: ap
Pure Enttäuschung bei den Anhängern von Nea Dimokratia. Die bisherige Regierungspartei sackt deutlich ab. Quelle: Reuters
Schon die erste Wahlprognose sah Syriza mit 35,5 bis 39,5 Prozent vorne. Das ließ die Anhänger auf der Wahlparty jubeln. Quelle: Reuters
Auf der Wahlparty des linksradikalen Bündnisses Syriza feierten auch Deutsche mit – Anhänger der Linken. Die wollen „von Griechenland aus Europa verändern“. Quelle: Reuters
Alexis Tsipras (M.) war schon vor den ersten Prognosen der Mann des Tages. Wo der haushohe Favorit vom radikalen Linksbündnis Syriza auch auftauchte, das Interesse war gewaltig. Quelle: dpa

Das Linksbündnis Syriza hat die Bildung einer Koalition mit der rechtspopulistischen Partei der Unabhängigen Griechen bestätigt. „Wir haben uns geeinigt“, sagte Syriza-Sprecher Panos Skourletis der Deutschen Presse-Agentur am Montag in Athen. Zuvor hatte Rechten-Chef Panos Kammenos die Zusammenarbeit verkündet. „Von diesem Moment an gibt es eine Regierung“, sagte Kammenos. Nach Auszählung von 99,9 Prozent der Stimmen lag Syriza bei 36,3 Prozent und 149 Mandaten im neuen Parlament. Für die Bildung einer Regierung sind 151 der 300 Parlamentssitze nötig.

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Die Unabhängigen Griechen lagen bei 4,8 Prozent und 13 Mandaten. Beide Parteien hatten sich im Wahlkampf deutlich gegen die Sparprogramme und Kreditrückzahlungen an die internationalen Geldgeber ausgesprochen. Der designierte Ministerpräsident Tsipras sollte am Abend bereits vereidigt werden, berichtete das staatliche griechische Fernsehen.

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AfD-Chef Bernd Lucke fordert Griechenland auf, die Euro-Zone zu verlassen. "Ein Schuldenschnitt für Griechenland muss sein - insoweit hat Syriza völlig recht", sagt Lucke zu Reuters. Das Geld sei ohnehin verloren. "Aber wenn wir jetzt endgültig darauf verzichten, muss Griechenland im Gegenzug den Euro verlassen." Nur so könne das Land wirtschaftlich wieder auf die Beine kommen.

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