WiWo App 1 Monat für nur 0,99 €
Anzeigen

Angst ums Geld Wer schützt Europas Sparer?

Seite 4/5

Sind Zyperns Probleme mit ESM-Geld zu lösen?

Die zehn größten Euro-Lügen
Ex-EZB-Chef Jean-Claude Trichet Quelle: dpa
Wolfgang Schäuble Quelle: dpa
Giorgios Papandreou Quelle: dpa
Wolfgang Schäuble Quelle: dapd
Chef der Eurogruppe Jean-Claude Juncker Quelle: dapd
Angela Merkel mit Draghi Quelle: dapd
Mariano Rajoy Quelle: REUTERS

 

Sind Zyperns Probleme mit einem Hilfskredit aus dem ESM gelöst?

Die zyprischen Banken haben sich mit der Kreditvergabe an den griechischen Staat und griechische Bürger verzockt. Nun sind sie in Schieflage und könnten die ganze Insel mit in den Abgrund reißen. Mit Hilfen durch den ESM wäre diese Gefahr gebannt. Allerdings hat auch der Staat in den vergangenen Jahren große Defizite angehäuft. Zyperns Schuldenstand wird sich innerhalb von nur vier Jahren (2010 bis Ende 2013) von 61,3 Prozent bis auf 93,1 des BIP vergrößern – exklusive der Bankschulden. Dass diese Schuldenquote im Zuge der Rettung deutlich sinkt, ist zu bezweifeln. Denn Zyperns Wirtschaftsleistung speist sich vor allem aus dem Bankensektor. Und dieser soll nun sein Geschäftsvolumen drastisch herunterfahren. Allerdings hofft Zypern auf einen Rohstoffboom ab 2018. Im Meer vor der geteilten Insel wurden vor einiger Zeit gewaltige Erdgasvorkommen entdeckt. Sie sollen in wenigen Jahren gefördert werden – und könnten der Regierung in Nikosia einen wahren Geldregen bescheren.

Warum Hilfe für Zypern kein Selbstläufer ist

Was kostet das Ganze den deutschen Steuerzahler?

Wenn die Rettung so verläuft, wie die Finanzminister dies in der Nacht zum Samstag beschlossen haben, kostet den Deutschen die Rettung der Mittelmeer-Insel gar nichts. Denn es werden lediglich Bürgschaften über die zehn Milliarden aus dem ESM abgegeben. Kann Zypern seine Schulden zurückzahlen, wäre sogar ein kleiner Zinsgewinn drin. Allerdings: Wann und ob Zypern seine Schulden zurückzahlen kann, steht in den Sternen. Das Risiko eines Zahlungsausfalls trägt der deutsche Steuerzahler. Da Deutschland mit den üblichen 27 Prozent an den Hilfskrediten beteiligt ist, stehen 2,7 Milliarden Euro auf dem Spiel.

Inhalt
Artikel auf einer Seite lesen
© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%