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Angst vor dem No-Deal-Brexit Brexit-Prepper trauen dem Frieden nicht

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„Es herrscht immer noch Unsicherheit“

Derzeit brauche sie ihre Vorräte auf, die sie für den Brexit-Termin im März angelegt habe, erzählt Elgarf weiter. Doch falls es in einigen Wochen weiterhin keine Anzeichen auf eine einvernehmliche Lösung zwischen London und Brüssel geben sollte, werde sie wieder anfangen, zusätzliche Lebensmittel und Verbrauchsgüter einzukaufen.

Keine Panik

Ein Buch, das unter den Brexit-Preppern seit einigen Monate die Runde macht, heißt „Preparing for Brexit: How to Survive the Food Shortages“. Der Autor, der es unter dem Namen „A.J. Rawson“ bei Amazon ein Eigenregie veröffentlich hat, beschreibt darin, wie man Vorräte anlegt, wie man im Haus Raum schafft für Vorratslager und welche Produkte sich dafür eignen.

Rawson, der im Norden Englands lebt, sagte der Nachrichten-Webseite iNews, er habe vor wenigen Jahren erlebt, wie schnell sich die Regale in den Supermärkten geleert hätten, als das Dorf, in dem er lebt, eingeschneit worden sei. Diese Erfahrung habe ihn im vergangenen Jahr dazu veranlasst, Reserven für den Fall eines chaotischen Brexits anzulegen. „Ich habe das Buch geschrieben (..), weil ich gesehen habe, dass sich Menschen Sorgen um die Zukunft gemacht haben, aber nicht wussten, was sie tun sollen“, sagte Rawson. „Mein Rat lautet zunächst: nicht in Panik geraten. Ruhig bleiben, einen Plan machen und von da aus weitermachen.“

Dabei sind es nicht nur beunruhigte Bürgerinnen und Bürger, die sich auf mögliche Engpässe vorbereiten. Auch viele Unternehmen haben Vorräte angelegt, damit im Fall eines chaotischen Brexits wegen fehlender Teile oder Rohstoffe die Produktion nicht ins Stocken gerät. Die Lagerhäuser des Landes quellen deswegen derzeit über. Coca Cola hat in Großbritannien wegen des drohenden No-Deal-Brexits dermaßen viele Rohstoffe gehortet, dass der Konzern im vergangenen Jahr allein deswegen einen Wachstumsschub erlebt hat.

Helena Adams ist im Moment heilfroh darüber, dass sie Vorräte angelegt hat. Die 27-Jährige, die in der walisischen Hauptstadt Cardiff lebt, hat sich vor einigen Tagen den Arm gebrochen. Da auch sie aus Sorge vor einem Chaos-Brexit zu Hause Lebensmittel und Verbrauchsgüter gelagert hat, kann sie es sich im Moment sparen, sich mit ihrem Gipsarm zu ihrem lokalen Supermarkt zu schleppen.

Nach dem EU-Referendum, bei dem sie für einen Verbleib in der EU gestimmt hat, habe sie noch gar nicht daran gedacht, dass der Brexit Versorgungsprobleme mit sich bringen könnte. „Vor etwa einem Jahr wurde dann zunehmend berichtet, dass es Probleme an den Grenzen geben könnte. Da habe ich angefangen, übers 'Preppen' nachzudenken.“

Dabei habe sie im Wesentlichen nur Dinge gekauft, die sie ohnehin benötige, „aber eben früher“, erklärt Helena Adams: Reinigungsmittel, Toilettenartikel, Makeup, ein Erste-Hilfe-Set, Tomaten und Bohnen in Dosen, Saucen, Reis, Pasta. Auch Adams, die betont, dass sie einen Abschluss in Politikwissenschaften hat, glaubt nicht, dass das Thema Brexit schon ausgestanden ist. „Wir könnten immer noch am 31. Oktober aus der EU fliegen, oder sogar davor. Es herrscht immer noch Unsicherheit.“

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