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Attentäter getötet Alle drei Geiselnehmer sind tot, Geiseln befreit

Nach über 50 Stunden hat der Albtraum ein Ende: Die islamistischen Terroristen in Frankreich sterben bei Zugriffen der Polizei. Aber auch mehrere Geiseln kommen ums Leben. Die Ereignisse im Überblick.

Die Karikaturen für "Charlie Hebdo"
Karikatur von 2006: Ein Rahmen um ein weißes Stück Papier. Überschrift: "Please enjoy this culturally, ethnically, religiously, and politically correct cartoon responsibly. Thank You." Quelle: Twitter
Ein Terrorist schießt auf einen Bleistift, der entzwei bricht. Doch ein Spitzer spitzt den abgebrochenen Stift wieder an. Dieser radiert mit seinem Radiergummi den gezeichneten Terroristen weg. Quelle: Twitter
Ein Flugzeug fliegt auf zwei nebeneinander stehende Bleistifte zu. Das Bild erinnert an die Anschläge auf die Zwillingstürme des World Trade Centers im September 2001. Quelle: Twitter
Ein von hinten gezeichneter Terrorist hat einen Zettel auf dem Rücken, auf den ein Bleistift schreibt: "You lost!" ("Du hast verloren!") Quelle: Twitter
Eine Zeichnung der Zeitschrift Charlie Hebdo. Aus der Titelseite der Zeitung erhebt sich eine Hand mit Feder, die dem Betrachter den Mittelfinginger zu zeigen scheint. Quelle: Twitter
Ein Gewehr und ein Stift nebeneinander. Auf dem Gewehr: "Murderous assault on french satirical newspaper". Auf dem Stift: "Free Expression". Bildunterschrift: "But the Pen Will Endure" Quelle: Twitter
Ein Terrorist mit Krummsäbel hat einer Person (T-Shirt: "Charlie Hebdo") den Kopf abgeschlagen. Aus dem Hals streckt sie dem Terroristen noch die Zunge entgegen. Bildunterschrift: "Onsterfelijk" Quelle: Twitter
  • Die mutmaßlichen Attentäter Chérif und Said Kouachi haben sich über sieben Stunden in einer Druckerei nordöstlich von Paris mit einer Geisel verschanzt. Das Brüder-Paar wurde beim Zugriff getötet, die Geisel kam frei und blieb unversehrt.
  • Parallel hat ein bewaffneter Mann in einem Lebensmittelgeschäft für koschere Produkte mehrere Geiseln genommen, vier von ihnen wurden getötet. Bei dem Geiselnehmer soll es sich offenbar um den Mann, der am Donnerstag südlich der französischen Hauptstadt bereits eine Polizistin erschossen haben soll, handeln. Er wurde bei dem Zugriff getötet. Bei dem Täter handelte es sich um den Islamisten Amedy Coulibaly.
  • Der Zugriff der Sicherheitskräfte erfolgte an beiden Standorten fast zeitgleich.
  • Zwischen dem tödlichen Angriff auf die Polizistin und dem Anschlag auf die Satire-Zeitung "Charlie Hebdo" sehen die Ermittler mittlerweile einen Zusammenhang

Die Ereignisse des Tages im Überblick:

+++ 20.10 Uhr

Frankreichs Präsident François Hollande hat die doppelte Geiselnahme durch Terroristen als „Tragödie für die Nation“ bezeichnet. In einer im Fernsehen live übertragenen Rede an die Nation sprach Hollande mit Blick auf die Geiselnahme in einem jüdischen Supermarkt von einem „antisemitischen Akt“. Der Staatschef lobte die Sicherheitskräfte, die die Geiselnahmen in Paris und nordöstlich der Hauptstadt professionell und effektiv beendet hätten.

+++ 20.07 Uhr

+++ 20.03 Uhr

Die drei Attentäter von Paris haben sich nach einem Bericht des französischen Fernsehsenders BFMTV bei ihren Taten eng abgestimmt. Der Sender strahlte am Freitagabend Originaltöne von Telefongesprächen aus, die er vor den Zugriffen der Polizei mit den Terroristen geführt hatte. In einem Gespräch sagt Amedy Coulibaly (32), der in einem jüdischen Supermarkt Geiseln in seiner Gewalt hatte, er habe sich mit den Brüdern Chérif und Said Kouachi abgesprochen. Die französische Polizei ist weiter auf der Suche nach der Freundin des getöteten Geiselnehmers von Paris. Bisher gibt es aber keine Hinweise auf eine Beteiligung der Frau an der Geiselnahme.


+++ 20.00 Uhr

+++ 19:52 Uhr

Unter den deutschen Muslimen ist nach Einschätzung des Islamwissenschaftlers Marwan Abou-Taam vor allem die Generation der Enkel der ersten Einwanderer anfällig für radikale Indoktrination. „Diese dritte Generation ist am meisten betroffen, da sie sowohl von den Eltern Zurückweisung erfährt, als auch von der deutschen Mehrheitsgesellschaft - den Eltern sind sie nicht türkisch oder arabisch genug, von den Deutschen werden sie trotzdem oft wie Fremde behandelt“, sagte Abou-Taam, der für das Landeskriminalamt von Rheinland-Pfalz arbeitet, im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur.

+++ 19:30 Uhr

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat den Opfern der islamistischen Terrorattacken in Paris und dem ganzen Nachbarland ihre Unterstützung und Anteilnahme zugesagt. „Wir stehen in diesen Tagen in Europa zusammen, ganz besonders an der Seite Frankreichs“, sagte Merkel am Freitagabend beim Neujahrsempfang der CDU-Fraktion im Hamburger Rathaus. Wenn die freiheitlichen Werte in Gefahr gerieten, „wie durch diesen barbarischen Anschlag auf die Karikaturisten, dann müssen wir zusammenstehen“. Auch SPD-Chef Sigmar Gabriel hat entsetzt reagiert, dass in Paris auch ein jüdischer Supermarkt zum Terrorziel wurde. „In diesem antisemitischen Angriff zeigt sich die Verachtung unserer Werte in aller Deutlichkeit“, sagte Gabriel am Freitagabend der Deutschen Presse-Agentur. Die Tat zeige „die abgrundtiefe Unmenschlichkeit“ des Attentäters.

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