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Attentäter getötet Alle drei Geiselnehmer sind tot, Geiseln befreit

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Die Attentäter sind nicht verhandlungsbereit

+++ 15.45 Uhr

„Es ist schrecklich. Ich bin selbst einmal angegriffen worden - in meinem Haus - und das ist natürlich vollkommen gruselig“, sagte der dänische Mohammed-Karikaturisten Kurt Westergaard am Freitag im Interview der Deutschen Presse-Agentur. Der Zeichner war 2010 angegriffen worden - fünf Jahre, nachdem seine Karikaturen in der Zeitung „Jyllands-Posten“ gewaltsame Proteste in der islamischen Welt ausgelöst hatten. „Natürlich lauert da ein bisschen die Angst“, sagte Westergaard nach dem Anschlag von Paris. „Aber damit kann ich gut umgehen. Denn es ist sehr wichtig, dass wir jetzt im Hinblick auf die Meinungsfreiheit nicht anfangen, einzuknicken.“

+++ 15.21 Uhr

Nach dem Attentat auf die Satire-Zeitung "Charlie Hebdo" ist in Deutschland eine Debatte über strengere gesetzliche Regelungen entbrannt. Justizminister Heiko Maas warnte angesichts neuer Rufe aus der Union nach Speicherung von Telefon- und Internetdaten und Verschärfungen im Strafrecht vor einem Wettlauf um neue Gesetze. Das Bundesinnenministerium forderte zugleich eine rasche EU-Regelung zum Austausch von Fluggastdaten. Ein von anderen CDU-Politikern ins Spiel gebrachtes Einwanderungsgesetz lehnte Bundesinnenminister Thomas de Maiziere allerdings ab. Bundespräsident Joachim Gauck appellierte an den Zusammenhalt der Gesellschaft. "Wir lassen uns durch Hass nicht spalten", unterstrich er. Vertreter der großen Religionen aus Deutschland verurteilten in einem Manifest das Attentat.

+++ 15.08 Uhr

Das französische Innenministerium hat Meldungen dementiert, wonach es bei einer Geiselnahme in einem jüdischen Geschäft im Osten von Paris zwei Tote gab.

+++ 15.00 Uhr

+++ 14.40 Uhr

„Dies ist die schlimmste Zeit, an die ich mich erinnern kann“, sagte der 54-jährige Maurice der Deutschen Presse-Agentur am Freitag. „Es war noch nie so in Frankreich. Wir fühlen uns wie im Krieg, alle haben große Angst.“ Seine Mutter wohne nur zwei Minuten von dem angegriffenen Geschäft am östlichen Stadtrand von Paris entfernt. Alle seine Bekannten hätten Angst, auf die Straße zu gehen. „Wir stellen uns auf eine ganze Serie von Anschlägen ein, auch auf jüdische Einrichtungen“, sagte er. Die Geiselnahme hat die Ängste der jüdischen Gemeinde in der Stadt erheblich verstärkt.

Die Behörden in Dammartin-en-Goele haben mittlerweile mit der Evakuierung der Schulen begonnen. Vize-Bürgermeister Thierry Chevalier sagte Reuters, die nächstgelegene Schule sei bereits geräumt worden. Die Maßnahme werde auf alle Schulen ausgeweitet. In dem Ort gibt es etwa 1000 Schulkinder.


+++ 14.20 Uhr

Mindestens zwei Tote soll es bei der bei Geiselnahme und Schießerei im Pariser Osten gegeben haben. Das berichten mehrere französische Medien. Unterdessen sollen die Attentäter von "Charlie Hebdo" nicht verhandlungsbereit sein. Die Spezialeinheiten, die die Druckerei in Dammartin umstellt haben, versuchen aber weiterhin mit den Verdächtigen ins Gespräch zu kommen. Dies könne Stunden oder gar Tage dauern, heißt es.

+++ 14.12 Uhr

Bei der Geiselnahme am östlichen Stadtrand von Paris sind mindestens sechs Menschen in der Hand eines bewaffneten Mannes. Darunter sind nach Berichten französischer Medien auch Kinder. Der Täter sei mit zwei Handfeuerwaffen ausgerüstet.


+++ 13.34 Uhr

Bei einer Schießerei in einem jüdischen Supermarkt im Osten von Paris ist nach Angaben aus Polizeikreisen eine Person verletzt worden. Weitere Einzelheiten waren zunächst nicht bekannt. Die Brüder verschanzen sich weiterhin zurzeit nordöstlich von Paris in einer Druckerei und haben mindestens eine Geisel genommen.

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