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Attentäter getötet Alle drei Geiselnehmer sind tot, Geiseln befreit

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IS bezeichnet den Anschlag als Start einer größeren Medienkampagne

+++ 13.15 Uhr

Zwischen dem Mann, der am Donnerstag eine Polizistin in Montrouge erschoss, und den Attentätern von Paris gibt es nach Angaben aus Polizeikreisen eine Verbindung. Der flüchtige Todesschütze sei identifiziert, hieß es am Freitag in den Kreisen. Er habe wie die Brüder Cherif und Said Kouachi zu der Pariser Dschihadisten-Zelle Buttes Chaumont gehört, die vor zehn Jahren Freiwillige für den Kampf gegen die US-Truppen im Irak rekrutiert habe.


+++ 12.49 Uhr

Das Industriegebiet des Orts Dammartin-en-Goële ist weiträumig abgesperrt. Helikopter flogen über die 8000-Einwohner-Gemeinde, Sondereinheiten der Polizei und Militärkräfte sind im Einsatz. In den französischen Medien gibt es Spekulationen, dass die mit Kalaschnikows bewaffneten Islamisten bei einem möglichen Zugriff der Polizei als Märtyrer sterben wollen. Die Bewohner der Gemeinde Dammartin-en-Goële sollten wegen des Anti-Terroreinsatzes die Häuser nicht verlassen. Kinder blieben in den Schulen und würden dort gesichert, hieß es auf der Internetseite des kleinen Ortes nordöstlich von Paris. Der Flughafen Paris Charles de Gaulle, der nur wenige Kilometer von Dammartin-en-Goële entfernt ist, sperrte die beiden nördlichen Landebahnen. Die landenden Flugzeugen werden auf die zwei Start- und Landebahnen im Süden des Flughafens umgeleitet.

+++ 12.30 Uhr

Die französische Polizei dürfte nach Einschätzung der Deutschen Polizeigewerkschaft Probleme haben, mit den eingekesselten Attentätern von Paris zu verhandeln. Islamistische Terroristen kalkulierten den Märtyrertod in ihr Handeln mit ein, sagte der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, am Freitag dem Nachrichtensender n-tv.

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat den Anschlag auf das Satiremagazin „Charlie Hebdo“ als Start einer größeren Terrorkampagne mit weiteren Angriffen in Europa und den USA bezeichnet. „Wir haben mit der Operation in Frankreich begonnen, für die wir die Verantwortung übernehmen“, sagte der IS-Prediger Abu Saad al-Ansari nach Angaben von Anwesenden beim Freitagsgebet in einer Moschee der nordirakischen Stadt Mossul. „Morgen werden es Großbritannien, die USA und andere sein.“ Die Drohung gelte für alle Länder des Bündnisses, das Luftangriffe auf den Islamischen Staat fliege.

+++ 12.07 Uhr

Die Innenminister der EU wollen am Sonntag in Paris über Maßnahmen zur Terrorbekämpfung diskutieren. Dabei geht es nach Angaben der EU-Kommission auch um den Umgang mit aus dem Westen stammenden Radikalen. An dem Treffen soll auch der Justizminister der USA teilnehmen.

Europa



+++ 10.30 Uhr

Das Innenministerium in Paris ist sich nach eigenen Angaben "so gut wie sicher", dass es sich bei den Geiselnehmern um die beiden Hauptverdächtigen handelt. Einer der Hauptverdächtigen besuchte im Jahr 2011 den Jemen für religiöse Studien, wie aus Geheimdienstkreisen verlautet. Dabei habe er sich auch mit dem später getöteten Islamisten Anwar Al-Awlaki getroffen. Die von US-Geheimdiensten übermittelten Informationen würden noch geprüft, sagte ein französischer Sicherheitsbeamter. Sie decken sich immerhin zum Teil mit Zeugen der Bluttat vom Mittwoch, wonach einer der Angreifer sich zu Al-Kaida im Jemen bekannt haben soll.

+++ 10.02 Uhr

Die beiden Flüchtigen wurden in Dammartin-en-Goële, ungefähr 50 Kilometer von Paris entfernt, entdeckt. In einem Unternehmen, einer Druckerei mit fünf Mitarbeitern, sollen sie Geiseln genommen haben. Zuvor gab es eine Schießerei mit der Polizei, bei der nach ersten Medienberichten eine Person getötet wurden sein soll. Das wurde später von der Staatsanwaltschaft dementiert.

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