Banknoten Auch der Zehn-Euro-Schein bekommt ein neues Gesicht

Laut Medienberichten wird nun auch der Zehn-Euro-Schein runderneuert. Am 13. Januar will die Europäische Zentralbank den neuen Schein vorstellen.

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Selten schöne Scheine
Die 100-Billionen-Dollar-Note aus Simbabwe ist der Geldschein mit dem höchsten Nennwert, der aktuell gültig ist. Einheimische verwenden lieber US-Dollar, als die Hyperinflationswährung ihres Landes. Bei Ebay wird ein solcher Schein verramscht. Josef Gerber hat dafür gerade einmal 30 Euro-Cent gezahlt.
Die Scheine aus Madagaskar sind nach Meinung des Experten Gerber mit die schönsten der Welt. Sie zeigen die Tier- und Pflanzenwelt des Inselstaates. Gerber: „Geldscheine sind die Visitenkarten der Länder.“ Das macht dieser Schein besonders deutlich.
Der amerikanische Pop-Art-Künstler James Rizzi gestaltete diesen 10-Euro-Gedenkschein, die bisher einzige Euro-Gedenknote. 409 Stück gibt es von dem Kunstwerk. Nach dem Rizzi kürzlich verstorben ist, blättern Sammler heute dafür 1800 Euro hin.
Scheine aus dem Irak (Dinar) brachten dem Geldscheinsammler Josef Gerber den Titel vereidigter Gutachter für Weltbanknoten ein. In einem Gerichtsverfahren half er dem Richter bei der Beurteilung der Scheine, auf denen noch der frühere Diktator Saddam Hussein abgebildet war. Der Richter bedankte sich mit der Vereidigung.
Alte Münzen und Banknoten aus der DDR Quelle: AP
Auf dem 1000 Ariary-Schein der ehemaligen französischen Kolonie Madagaskar, der nicht mehr gültig ist, ist der im Land bekannte Flötenspieler Rakota Frah abgebildet. Geldsammler Gerber hatte das Land seinerzeit bei der Gestaltung einer neuen Währung beraten. Sein vier Jahre jüngerer Bruder Franz Gerber war dort auch einst Fußball-Nationaltrainer.
Der Zwanzig-Mark-Schein der DDR ist die einzige deutsche Gedenknote und war nie gültiges Zahlungsmittel. Damit habe jemand kurz vor Schluss noch einmal richtig Geld verdient, berichtet Gerber. Der Schein kam am 22. Dezember 1989 auf den Sammlermarkt. Heute ist er etwa 400 Euro wert.

Erst im Mai fand ein neuer Fünf-Euro-Schein den Weg in die Portemonnaies der Europäer: Sicherer soll das neue Geld sein, schwieriger zu fälschen. Jetzt ist der Zehner dran: Am 13. Januar stellt die Europäische Zentralbank (EZB) nach einem Bericht der Welt den neuen Zehner vor. Peu á peu will die EZB die kompletten Banknoten erneuern und ihnen ein neues Design verpassen.

Die wichtigste Neuerung des Zehners werden bessere Sicherheitsmerkmale wie Sicherheitsfäden, Wasserzeichen und ein Hologramm mit einem Porträt der Europa sein. Die neuen Noten sind außerdem etwas dicker und damit haltbarer als die aktuellen Scheine.

Nach der Einführung des neuen Fünf-Euro-Scheins hat es an zahlreichen Automaten Probleme gegeben, das soll dieses Mal vermieden werden. Die EZB arbeite mit Automatenherstellern zusammen, um ein Chaos zu vermeiden.

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