Beiträge sollen steigen Frankreichs Reförmchen: Rente mit 62 bleibt

Während in Deutschland die Rente mit 70 diskutiert wird, dürfen die Franzosen weiter mit 62 Jahren in den Ruhestand gehen. Um die klaffenden Finanzlöcher zu stopfen, sollen sie nun mehr in die Rentenkasse einzahlen.

Der französische Premier Jean-Marc Ayrault hat die Eckpunkte der Rentenreform vorgestellt. Quelle: dpa

Riesige Finanzlöcher klaffen in Frankreichs Rentenkasse. Um sie zu stopfen, hat Premierminister Jean-Marc Ayrault nun eine Rentenreform auf den Weg gebracht - vielmehr ein Reförmchen. Denn das Renteneintrittsalter bleibt bei 62 Jahren. Schon im Vorfeld hatte Präsident Francois Hollande versprochen, dies nicht zu erhöhen.

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Theoretisch ist es auch dabei geblieben. Doch soll nun die Einzahldauer nach und nach erhöht werden, geht aus dem Entwurf hervor. Bis 2035 soll die Beitragszeit bei 43 Jahren liegen - derzeit sind für den vollen Rentenbezug 41,5 Jahre nötig. Zum Vergleich: In Deutschland müssen Bürger 45 Jahre lang Beiträge zahlen. Praktisch dürften die Franzosen also eine längere Lebensarbeitszeit ins Haus stehen. Es gebe keine Alternative dazu, die Zahl der Beitragsjahre zu erhöhen, um eine volle Rente zu erhalten, sagte Ayrault nach zweitägigen Beratungen mit Vertretern von Gewerkschaften und Arbeitgeberverbänden. "Die Alternativen wären Rentenkürzungen oder unzumutbare Beitragserhöhungen."

Die Arbeitnehmer und -geber in Frankreich sollen zudem künftig mehr in die Rentenkasse einzahlen. Geplant sei, die Abgaben ab 2014 stufenweise zu erhöhen. Im kommenden Jahr sind 0,15 Punkte vorgesehen, von 2015 bis 2017 jeweils 0,05 Punkte. Die letzte Steigerung von 0,3 Punkten im Jahr 2017 sollen nur die Arbeitgeber zahlen. Auf die diskutierte Erhöhung der französischen Sozialabgabe CSG will die Regierung verzichten.

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