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Bettina Röhl direkt

Der griechische Milliarden-Coup

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Für die bedürftigen Schichten nichts mehr übrig


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Es verhält sich nämlich so, dass all die Rettungsschirme, die über Griechenland und über die anderen Kandidaten aufgespannt wurden, die unter Euro-Stress leiden, nicht von irgendwelchen anonymen Staaten oder staatsähnlichen Gebilden finanziert werden, sondern von konkreten Menschen. Im Fall Deutschlands von den Bundesbürgern. Und da verhält es sich wiederum so, dass der Staat, der derzeit auch damit beschäftigt ist, die sich in Deutschland öffnende Schere zwischen arm und reich in ihrer Wirkung abzumildern und gegenzusteuern, plötzlich zu Lasten der bedürftigeren Schichten nichts mehr übrig hat und auch zu Lasten gerechtigkeitsstiftender Maßnahmen nichts mehr übrig hat.

Es ist ein Trauerspiel, wenn in Deutschland das Steuergeld derart verbraucht und für viele sinnlose oder gar widersinnige Dinge verplempert wird, und am Ende ausgerechnet für eine Mütterrente nichts übrig bleibt. Der Euro-Rettungswahn kostet den deutschen Steuerzahler, und hier besonders die kleineren Leute, echt cash und damit auch oft genug Lebensfreude. Es wird gerade noch in der angeblich so wichtigen Bildungspolitik der Reformirrsinn üppig mit Geld ausgestattet, aber für die eigentliche Bildung bleibt am Ende kaum noch etwas übrig, oft genug zu wenig. Man schaue sich manch eine allgemeinbildende Schule an oder man lasse es doch besser lieber bleiben, wenn man sich nicht ärgern will. Kinderbetreuung wird dick propagiert und dürftig finanziert. Es ist also nicht so, dass die Euro-Rettung nach dem Motto, es geht uns allen doch gut, ohne Auswirkung auf die Menschen bliebe.

Insofern ist das griechische Fass, das die Hellenen jetzt wieder aufmachen wollen und das noch lange eines ohne Boden bleiben wird, eine Angelegenheit, über die sehr wohl streitig diskutiert werden darf und muss. Die griechische Schuldentragfähigkeit wird, um mit einer Ironie zu enden, immer besser, weil die Zinsen immer niedriger und die Tilgungsraten dank unendlicher Laufzeiten immer geringer werden.

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