Brexit-Vorbereitung Malta würde britische EU-Ratspräsidentschaft übernehmen

Exklusiv

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker schließt nach Informationen der WirtschaftsWoche eine schnelle Vertiefung der Eurozone aus, sollten sich die Briten am 23. Juni für ein Ausscheiden aus der EU entscheiden.

Flaggen der EU und der Europäischen Union. Quelle: REUTERS

„Juncker plädiert für ein pragmatisches Vorgehen“, zitiert das Blatt einen EU-Diplomaten. Eine stärkere Integration würde den Abstand zwischen Teilnehmern der Währungsunion und dem Rest der EU vergrößern. „Es besteht die Gefahr, dass sich Nicht-Euro-Länder verprellt fühlen und dem britischen Beispiel folgen“, so der EU-Diplomat. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hatte sich kürzlich ebenfalls dafür ausgesprochen, nach einem Brexit-Votum nicht direkt zu einer Vertiefung der Eurozone überzugehen.

Sollten sich die Briten für einen Brexit entscheiden, werden in Brüssel Vorkehrungen getroffen, damit Großbritannien in der zweiten Jahreshälfte 2017 nicht mehr die EU-Ratspräsidentschaft übernimmt. „Malta steht bereit, die Ratspräsidentschaft im Juli 2017 zu übernehmen, falls dies notwendig werden sollte“, sagt ein EU-Diplomat. Dies sei logistisch einfacher, als die estnische Präsidentschaft um ein halbes Jahr vorzuziehen.

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