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Bundesbank-Chef Weidmann Europas Banken müssen streng geprüft werden

Bundesbank-Präsident Jens Weidmann hat sich für eine strenge Bilanz-Prüfung bei europäischen Banken stark gemacht. Das sei unumgänglich, um spätere unliebsame Überraschungen zu vermeiden.

Diese Banken sind am dicksten im Geschäft
Die StatistikIn regelmäßigen Abständen erstellt der Deutsche Derivate Verband (DDV), die Interessenvertretung der Branche, eine Marktvolumenstatistik, in die die Marktanteile von 16 Emittenten einfließen. Als Markt definiert der DDV das in Zertifikaten investierte Vermögen der Privatanleger in Deutschland. Dazu melden die Emittenten alle Zertifikategeschäfte, die in ihren Handelssystemen ausgeführt wurden. Die Zahl deckt nach Angaben des Verbandes etwa 90 Prozent des ausstehenden Zertifikatevolumens ab.  Quelle: DDV Quelle: dpa
Frankfurter Bankensykline Quelle: dpa
GesamtmarktDie größten Happen des Kuchen teilen sich nur wenige: Die ersten fünf Emittenten vereinten Ende des zweiten Quartals einen Marktanteil von 70,6 Prozent des gesamten Marktvolumens auf sich. Quelle: DDV Quelle: dpa
Gesamtmarkt – Platz 5Die Anleger haben immerhin fast zehn Prozent ihres in Zertifikaten investierten Vermögens in Papiere der Unicredit-Tochter Hypovereinsbank gesteckt: Sie lag im zweiten Quartal des Jahres mit 9,6 Prozent auf Platz fünf. Nur auf die Anlageprodukte bezogen beträgt der Marktanteil sogar 9,7 Prozent. Quelle: DDV Quelle: dapd
Gesamtmarkt – Platz 4Die WestLB, deren Zertifikateabteilung im Schatten der Diskussionen um das Haus auch im zweiten Quartal munter weiterarbeitete, landete im Zeitraum April bis Juni auf dem vierten Rang mit einem Marktanteil von 13,9 Prozent. Auch wenn man nur die Anlageprodukte betrachtet, sicherte sich die Bank hier den vierten Platz mit einem Marktanteil von 14,1 Prozent. In der nächsten Statistik dürfte hier im Übrigen die Frankfurter Helaba auftauchen. Die Landesbank übernimmt das WestLB-Zertifikategeschäft und steigt damit zu einem der größten deutschen Zertifikate-Anbieter auf. Quelle: DDV Quelle: dpa
Gesamtmarkt – Platz 3Die Genossen liegen vor dem Sparkassensektor, auch wenn die DZ Bank im zweiten Quartal auf den dritten Platz abrutschte. Im Gesamtgeschäft kam sie nach leichten Verlusten auf einen Marktanteil von 15,0 Prozent, bei den Anlageprodukten gingen 15,1 Prozent auf die Bank, die hier ebenfalls Platz drei belegt. Quelle: DDV Quelle: rtr
Gesamtmarkt – Platz 2Knapp davor platzierte sich diesmal die Commerzbank mit einem Marktanteil von 15,4 Prozent auf dem zweiten Rang, ebenso bei den Anlageprodukten (Marktanteil: 15,3 Prozent). Quelle: DDV Quelle: dapd

Diese wären der Glaubwürdigkeit der Bankenunion nicht förderlich, sagte Weidmann der "Süddeutschen Zeitung". Er forderte die Möglichkeit, Kreditinstitute zu schließen. "Zur Verantwortung für eine Entscheidung gehört auch die Haftung. Wenn wir eine gemeinsame Regulierung und Aufsicht haben, dann ist auch ein gemeinsamer Restrukturierungs- und Abwicklungsmechanismus konsequent", sagte das Ratsmitglied der Europäischen Zentralbank.

Finanzieren sollten das zunächst private Investoren. Wenn das nicht möglich sei, müssten Regierungen über den Einsatz staatlicher Mittel entscheiden. Es gehe am Ende um ausreichend kapitalisierte Banken, die über nachhaltige Geschäftsmodelle verfügten. Nur dann könnten die Banken ihre Risiken auch selbst tragen und ihrer Aufgabe der Kreditvergabe nachkommen.

In Arbeit
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Eine Einigung über Grundregeln für die Restrukturierung von Banken ist ein wichtiges Element der angestrebten Bankenunion. Direkte Kapitalspritzen für Geldhäuser aus dem Europäischen Schutzschirm ESM, wie sie den Krisenländern besonders wichtig sind, sind an die Existenz einer funktionierenden europäischen Bankenaufsicht gebunden. Diese wird es frühestens im zweiten Halbjahr 2014 geben. Zudem bedarf es einer funktionierenden Restrukturierungsrichtlinie, über die nun verhandelt wird.

Die EU-Finanzminister werden am Mittwoch weiter über Abwicklungsregeln für marode Finanzinstitute beraten.

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