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Charlie Hebdo macht Pause "Die Mitarbeiter sind müde und erschöpft"

Nach dem islamistischen Terroranschlag gegen „Charlie Hebdo“ im Januar setzt das französische Satiremagazin sein Erscheinen vorerst aus.

Die Karikaturen für "Charlie Hebdo"
Karikatur von 2006: Ein Rahmen um ein weißes Stück Papier. Überschrift: "Please enjoy this culturally, ethnically, religiously, and politically correct cartoon responsibly. Thank You." Quelle: Twitter
Ein Terrorist schießt auf einen Bleistift, der entzwei bricht. Doch ein Spitzer spitzt den abgebrochenen Stift wieder an. Dieser radiert mit seinem Radiergummi den gezeichneten Terroristen weg. Quelle: Twitter
Ein Flugzeug fliegt auf zwei nebeneinander stehende Bleistifte zu. Das Bild erinnert an die Anschläge auf die Zwillingstürme des World Trade Centers im September 2001. Quelle: Twitter
Ein von hinten gezeichneter Terrorist hat einen Zettel auf dem Rücken, auf den ein Bleistift schreibt: "You lost!" ("Du hast verloren!") Quelle: Twitter
Eine Zeichnung der Zeitschrift Charlie Hebdo. Aus der Titelseite der Zeitung erhebt sich eine Hand mit Feder, die dem Betrachter den Mittelfinginger zu zeigen scheint. Quelle: Twitter
Ein Gewehr und ein Stift nebeneinander. Auf dem Gewehr: "Murderous assault on french satirical newspaper". Auf dem Stift: "Free Expression". Bildunterschrift: "But the Pen Will Endure" Quelle: Twitter
Ein Terrorist mit Krummsäbel hat einer Person (T-Shirt: "Charlie Hebdo") den Kopf abgeschlagen. Aus dem Hals streckt sie dem Terroristen noch die Zunge entgegen. Bildunterschrift: "Onsterfelijk" Quelle: Twitter

Von der ersten Ausgabe nach den Terroranschlägen von Paris hatte die Satirezeitschrift „Charlie Hebdo“ Millionen Exemplare verkauft, doch in nächster Zeit wird das Blatt nicht erscheinen. „Charlie Hebdo“ werde in einigen Wochen wieder an den Zeitungskiosken ausliegen, schrieb die Pariser Redaktion am Sonntag auf ihrer Homepage. Die Mitarbeiter seien müde und erschöpft, begründete Anne Hommel den Schritt. Hommel ist seit dem Anschlag am 7. Januar mit insgesamt zwölf Toten für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist.

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Die erste Ausgabe nach dem Anschlag war in den Redaktionsräumen der Zeitung „Libération“ produziert und zum regulären Zeitpunkt eine Woche später erschienen. Von der Ausgabe, deren Titel einen um die Redakteure von „Charlie Hebdo“ trauernden Mohammed zeigte und die Proteste in Teilen der islamischen Welt auslöste, waren die jeweils neu gedruckten Exemplare tagelang immer wieder schnell ausverkauft. Wegen der auch international großen Nachfrage wurde das Heft sieben Millionen mal gedruckt. Vor dem Terroranschlag von Anfang Januar hatte die wöchentliche Auflage bei etwa 60 000 Exemplaren gelegen.

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