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Coronavirus Die Nachbarn können es einfach besser

Pharmaziestudentinnen bereiten Impf-Dosen gegen das Coronavirus vor Quelle: dpa

Bei der Pandemiebekämpfung kann Deutschland viel von europäischen Ländern mit höherer Impfquote lernen – es müsste nur wollen. Ein Kommentar.

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Nirgendwo war die Aufregung größer als Anfang des Jahres in Deutschland. Von einem Desaster war die Rede, wenn es um die gemeinsamen Impfstoffbestellungen der EU ging. Politiker unterschiedlicher Couleur bedauerten, dass die Bundesrepublik die kostbaren Vakzine nicht im Alleingang beschafft hatte. Nach dem Motto: Was wir nicht selber machen, geht zwangsläufig schief.

Heute gibt es für Selbstgefälligkeit keinen Anlass mehr. Ausgerechnet Deutschland ringt mit niedrigen Impfquoten, Herdenimmunität ist noch in weiter Ferne. Länder wie Portugal und Belgien, in denen die Pandemie besonders heftig wütete, stehen deutlich besser da. Und auch große Länder wie Frankreich, Italien und Spanien machen vor, dass hohe Impfquoten sehr wohl möglich sind – auf sehr unterschiedlichen Wegen.

In Frankreich kombinierte Präsident Emmanuel Macron eine Impfpflicht im Gesundheitssektor mit einer peinlich genau kontrollierten Impfausweispflicht im öffentlichen Leben. In Spanien mussten die Menschen Impftermine aktiv absagen. Im belgischen Landesteil Flandern sprachen die Hausärzte Impfmuffel direkt an.



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