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Demo in Athen Scharfe Kritik an Riexingers Merkel-Protest

Linken-Parteichef Bernd Riexinger hat an einer Demonstration gegen Kanzlerin Merkel in Athen teilgenommen. Dafür erntet er harsche Kritik. Union und FDP werfen ihm vor, deutsche Interesse zu untergraben.

Bernd Riexinger Alexis Tsipras Quelle: dpa

Union und FDP haben die Teilnahme von Linken-Parteichef Bernd Riexinger an den Demonstrationen gegen den Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in Athen scharf kritisiert.

"Es ist beispiellos und empörend, wie der Vorsitzende einer im Bundestag vertretenen Partei die antideutschen Proteste in Athen als Bühne nutzt, um Politik gegen die Interessen des eigenen Landes zu machen", sagte Gerda Hasselfeldt, die Vorsitzende der CSU-Landesgruppe im Bundestag, der "Passauer Neuen Presse". Deutschland sei solidarisch mit Griechenland, wenn auch nicht bedingungslos. "Diese Solidarität tritt Herr Riexinger mit Füßen", sagte Hasselfeldt.

Auch FDP-Generalsekretär Patrick Döring kritisierte den Linken-Parteichef scharf. "Herr Riexinger bricht bewusst mit außenpolitischen Gepflogenheiten und verschärft die Lage vor Ort, weil er und seine Partei die marktwirtschaftliche Grundidee Europas und den Kurs der Konsolidierung konsequent ablehnen", sagte Döring. Durch seine Teilnahme an den Demonstrationen nehme er gewalttätige Eskalationen und eine weitere Verzerrung des Deutschland-Bildes billigend in Kauf.

Zukunftsszenarien für Griechenland

Der Präsident des Europäischen Parlaments, Martin Schulz (SPD), kritisierte Riexinger ebenfalls. Dessen Reise zur Demonstration in Athen sei "eine merkwürdige Art, den Griechen zu helfen", sagte er.

Der CDU-Europapolitiker Gunther Krichbaum sagte: "Dass er (Riexinger) sich hier an Demonstrationen beteiligt, gewissermaßen da auch Öl ins Feuer gießt, das ist schon wirklich skandalös."

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