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Départementswahlen Frankreich rutscht langsam nach rechts

Etwas schleppend hat in Frankreich die erste Runde der mit Spannung erwarteten Départementswahlen begonnen. Umfragen sehen die rechtsextreme Front National als stärkste Kraft. Ergebnisse werden noch am Abend erwartet.

Marine Le Pen Quelle: AP

In Frankreich hat am Sonntag die erste Runde der Regionalwahl begonnen. Umfragen zufolge könnte der rechtsextreme Front National stärkste Kraft werden und damit Parteichefin Marine Le Pen vor der Präsidentenwahl in zwei Jahren weiter an Zustimmung gewinnen. Den Sozialisten von Präsident Francois Hollande droht indes eine Schlappe.

Umfragen zufolge liegen der fremdenfeindliche Front National und die oppositionelle konservative UMP gleichauf bei jeweils knapp 30 Prozent der Stimmen. Auf die Sozialisten entfallen demnach lediglich knapp 20 Prozent. Es wird damit gerechnet, dass nur etwa jeder zweite Wahlberechtigte seine Stimme abgibt. Gewählt werden die Räte in den 101 Departements.

Woran Frankreich krankt

Auch wenn es Meinungsforscher für unwahrscheinlich halten, dass sich viele Front-National-Kandidaten bei den Stichwahlen am kommenden Sonntag durchsetzen, gilt die erste Wahlrunde als Stimmungstest für die nächste Präsidentenwahl.

Etwas schleppend begann indes die erste Runde der mit Spannung erwarteten Départementswahlen. Bis zum Mittag gaben 18 Prozent der etwa 43 Millionen Wahlberechtigten ihre Stimme ab, wie das Innenministerium mitteilte. Das waren etwas mehr als die knapp 16 Prozent bei den vergleichbaren Wahlen vor vier Jahren.

Gerechnet wird nach Umfragen mit einem Kopf-an-Kopf-Rennen der rechtsextremen Front National (FN) Marine Le Pens und der konservativen UMP-Partei des früheren Präsidenten Nicolas Sarkozy. Die regierende Linke muss dabei ein erhebliches Desaster befürchten. Der sozialistischen Partei (PS) von Staatspräsident François Hollande und Regierungschef Manuel Valls droht damit nach dem Debakel bei der Europa-Wahl im vergangenen Jahr eine weitere vernichtende Niederlage.

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Gut zwei Jahre vor der nächsten Wahl eines Staatschefs will Sarkozy seine Überzeugungskraft testen. Ihm wird nachgesagt, eine erneute Kandidatur im Kampf um den Élysée-Palast zu planen. Die Ergebnisse der ersten Runde dürften dann nach Meinung von Experten zu vielen Duellen von FN und UMP bei den Stichwahlen am Sonntag darauf führen.

Die Wahllokale schließen zwischen 18.00 und 20.00 Uhr. Mit ersten aussagekräftigen Ergebnissen wird noch am Sonntagabend gerechnet.

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