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+++Die Ereignisse im Überblick+++ Tausende demonstrieren in Athen gegen den Grexit

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DIW-Präsident Fratzscher: Grexit ist schlechteste Option für alle


+++09.10 Uhr+++

Die Kapitalkontrollen in Griechenland sollten nach Ansicht von Bundesbank-Präsident Jens Weidmann bis zur Vereinbarung neuer Rettungshilfen in Kraft bleiben.

Was droht Griechenland und seinen Banken?

+++08.30 Uhr+++

EZB-Präsident Mario Draghi ist sich nicht sicher, ob es noch zu einer Lösung im Schuldenstreit mit Griechenland kommt. "Ich weiß es nicht, diesmal ist es wirklich schwierig", sagte der Italiener laut Tageszeitung "Il Sole 24 Ore". Auf die Frage, ob Griechenland Hilfe aus Russland erwarten könne, antwortet er: "Das glaube ich nicht... Die haben selber kein Geld."


+++07:58 Uhr+++

Ein griechischer Regierungssprecher äußert sich überzeugt, dass die Abgeordneten der Regierungskoalition einer neuen Schuldenvereinbarung mit den Gläubigern zustimmen werden.


+++07.30 Uhr+++

Für Griechenland ist am Donnerstag die letzte Frist zur Vorlage neuer Reform- und Sparvorschläge angebrochen. Sollten die Finanzminister der anderen Euro-Staaten bis Mitternacht keine detaillierte Liste aus Athen erhalten, bekommt Athen im Gegenzug höchstwahrscheinlich auch kein neues Hilfspaket. Den förmlichen Antrag auf neue Milliardenkredite hat die griechische Regierung inzwischen beim Euro-Rettungsschirm ESM gestellt, der Ausgang des Prüfverfahrens ist aber völlig offen.

+++07.00 Uhr+++

„Der „Grexit“ ist die absolut schlechteste Option für alle“, sagte DIW-Präsident Marcel Fratzscher der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. „Der würde Griechenland in eine fünf bis zehn Jahre dauernde Depression stürzen. Und die deutschen Steuerzahler würden deutlich mehr Geld abschreiben müssen.“

+++06.30 Uhr+++

In der Debatte um einen Schuldenerlass für Griechenland treten Differenzen zwischen dem Internationalen Währungsfonds und Deutschland zutage. IWF-Direktorin Christine Lagarde riet in Washington zu Umstrukturierungen der massiven Außenstände Athens. Nur so könnten Rettungsmaßnahmen funktionieren, sagte sie. Damit ging sie auf Konfrontationskurs zu Berlin, das einen echten Schuldenerlass skeptisch sieht.

Folgen einer Staatspleite für Gläubiger

+++06.15 Uhr+++

In Griechenland beziehen derzeit rund 2200 Deutsche eine Rente. Die jüngsten Rentenzahlungen wurden Ende Juni laut  Bundessozialministerium ohne Probleme und pünktlich über die Bundesbank an die griechischen Banken angewiesen. Probleme bei der Auszahlung ließen sich bisher nicht verlässlich beurteilen. „Wir behalten das jedoch im Blick.“ Insgesamt wurden Ende Juni demnach rund 92 000 Rentenzahlungen nach Griechenland geleistet.

Überwiegend handele es sich um Zahlungen an Griechen, die in Deutschland einen Rentenanspruch erarbeitet haben und diesen auf ihr griechisches Konto überwiesen bekommen. „Klar ist, dass alle Menschen in Griechenland vor den gleichen Schwierigkeiten stehen, Bargeld zu bekommen.“

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+++06.00 Uhr+++

Die griechischen Banken bleiben wegen der Finanzkrise bis zum 13. Juli geschlossen. Griechische Kunden dürften bis dahin auch weiterhin nur 60 Euro pro Tag abheben, teilte das Finanzministerium am Mittwoch mit. Die griechische Regierung will damit verhindern, dass die Banken zusammenbrechen, weil zu viele Kunden gleichzeitig ihre Konten räumen könnten. Die geltenden Kapitalverkehrskontrollen waren am 29. Juni in Kraft getreten und sollten ursprünglich am Mittwochabend auslaufen.

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