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+++Die Ereignisse im Überblick+++ Der Ball liegt "überdeutlich" bei den Griechen

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Juncker: „Ich bin gegen ein Grexit“

+++11.35 Uhr+++

Der polnische Außenminister Grzegorz Schetyna hat sich für einen Verbleib Griechenlands in der Eurozone „zu harten Bedingungen“ ausgesprochen. „Selbst wenn es Jahre dauert, bis Griechenland aus der Krise herauskommt, lohnt es sich, das zu machen“, sagt Schetyna in Warschau am Rande einer Botschafterkonferenz. Nun hänge alles von Griechenland ab - „ob sie tatsächlich konkrete Vorschläge auf den Tisch legen, oder ob sie weiter so tun, als seien sie Geiseln einer Situation, zu der es nicht durch ihre Schuld gekommen ist. Wenn das der Fall ist, werden wir gewiss ein schwarzes Szenario schreiben“.

+++11.12 Uhr+++

Nach dem Nein beim Referendum über die Sparpolitik hält der lettische Zentralbank-Chef Ilmars Rimsevics ein Ausscheiden Griechenlands aus dem Euro für das „realistischste Szenario“ zur Überwindung der Schuldenkrise. „Ich sehe faktisch keine andere Lösung als einen langsamen Rückzug aus der Eurozone“, sagt Rimsevics im lettischen Rundfunk. „Die gegenwärtige Situation erfordert, dass jemand den Geldbeutel öffnet“, so Rimsevics. Doch niemand sei bereit, die notwendigen 30 bis 50 Milliarden Euro auf den Tisch zu legen, um die Situation zu ändern. Beim Referendum habe sich das griechische Volk im Grunde selbst aus der Eurozone herausgewählt, meinte er.

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    Griechenlands Verflechtungen mit Russland

     +++10.55 Uhr+++

    Ungeachtet der Griechenland-Krise sagen internationale Institute der Euro-Zone einen leichten Aufschwung voraus. Im gerade begonnenen dritten und im folgenden vierten Quartal werde das Bruttoinlandsprodukt um jeweils 0,5 Prozent zulegen, hieß es in einer Gemeinschaftsprognose von Ifo-Institut (München), Insee (Paris) und Istat (Rom). In den beiden ersten Quartalen habe das Plus bei jeweils 0,4 Prozent gelegen."Der private Konsum bleibt die Stütze des Aufschwungs", erklären die Experten. "Die Arbeitslosenrate dürfte langsam zurückgehen." Dies stärke die Kaufkraft, was zusammen mit der zunehmenden Beschäftigung den privaten Konsum ankurbeln dürfte. Allerdings steht die Prognose unter dem Vorbehalt, dass die Griechenland-Krise nicht weiter eskaliert und die Stabilität der Währungsunion gefährdet.

    +++10.30 Uhr+++

    EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker hat sich für den Verbleib Griechenlands in der Eurozone und in der Europäischen Union stark gemacht. „Niemand darf die Griechen hinauswerfen wollen“, sagt er vor dem Europaparlament in Straßburg. „Ich bin gegen ein Grexit“, sagt er. Die Verhandlungen mit Athen müssten erneut aufgenommen werden. Zugleich dämpft Juncker die Erwartungen an das Sondertreffen der Staats- und Regierungschefs der Länder mit der Euro-Währung am Abend in Brüssel. Dabei könne es noch keine Lösung geben. „Und wenn es heute eine Lösung gäbe, dann wäre es wiederum eine zu einfache Lösung“, sagt er. „Aber wir werden heute den Weg ebnen, um in gemeinsamem Gespräch und in gegenseitigem Verständnis, und auch in gegenseitiger Toleranz, die Dinge in Ordnung zu bringen.“ Er erklärt, er stehe während der Debatte in SMS-Kontakt mit dem griechischen Ministerpräsidenten Alexis Tsipras.


    +++09.53 Uhr+++

    Der griechische Aktienmarkt bleibt wie die Banken bis zum Mittwoch geschlossen. Das teilte die Kapitalmarktkommission mit.

    +++09.05 Uhr+++

    Griechenland muss nach Ansicht von EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker nun Vorschläge zur Lösung seiner Schuldenkrise machen. "Der Ball liegt nun im Feld der griechischen Regierung", sagt der Luxemburger vor dem Europäischen Parlament.

    +++08.30 Uhr+++

    Europa wird nach den Worten von Frankreichs Ministerpräsident Manuel Valls alles tun, damit Griechenland in der Euro-Zone bleiben kann. Eine Einigung sei sowohl für Griechenland als auch den Zusammenhalt der Euro-Zone notwendig.

    +++08.15 Uhr+++

    Österreichs Finanzminister erwartet trotz des "Neins" der Griechen zu den Sparvorschlägen der internationalen Gläubiger, dass Griechenland in der Euro-Zone bleibt. Einen sogenannten "Grexit" halte er für "eher nicht wahrscheinlich", sagte Finanzminister Hans Jörg Schelling am Dienstag in Wien. "Wenn es aber zu keiner Einigung kommt und es zu keiner Zwischenfinanzierung kommt, dann wird Griechenland sich etwas überlegen müssen", sagte er.

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