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+++Die Ereignisse im Überblick+++ Der Ball liegt "überdeutlich" bei den Griechen

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Kommt es zu einem Dominoeffekt?

+++07.45 Uhr+++

"Wir setzen einmal darauf, dass die Regierung heute mit vergleichbar wertvollen Reformvorschlägen nach Brüssel kommt", sagt EU-Kommissar Günther Oettinger im Deutschlandfunk mit Blick auf den Euro-Sondergipfel am Abend. Die Europäer seien in ihrer Position flexibel. "Es muss um ein Mindestmaß an Reformen gehen", forderte er. Die Schuldentragfähigkeit sollte im Blick bleiben. Ein Schuldenschnitt würde kurzfristig wenig bringen.

+++07.10 Uhr+++

US-Finanzminister Jack Lew hat mit dem griechischem Regierungschef Alexis Tsipras und dem neuen Finanzminister Euklid Tsakalotos gesprochen. Lew rechne damit, dass Griechenland und die anderen Verhandlungsparteien die Gespräche bald wieder aufnehmen würden und es am Ende ein konstruktives Ergebnis geben werde, sagte eine Sprecherin des US-Finanzministeriums.

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    +++06.45 Uhr+++

    Die Debatte über einen Schuldenschnitt Griechenlands ist durch die Eskalation des griechischen Schuldendramas erneut aufgeflammt. Schon zweimal hat das Euroland erhebliche Schuldenerleichterungen erhalten. Ein weiterer Schuldenerlass, der von Athen gefordert wird, ist in der Eurozone höchst umstritten.

    +++06.15 Uhr+++

    Auf einem Sondergipfel in Brüssel wollen die 19 Staats- und Regierungschefs der Euroländer mitsamt ihren Finanzministern endlich einen Weg aus der Griechenland-Krise finden. In dem Land wird das Geld immer knapper. Die griechischen Banken sind bereits seit einer Woche weitgehend geschlossen. Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident François Hollande forderten von Griechenland neue Vorschläge noch innerhalb dieser Woche.

    +++05.00 Uhr+++

    Die Angst geht um bei Hoteliers und Restaurantbesitzern in Griechenland. Sie fürchten, dass nach dem Nein zu den Sparvorgaben der Gläubiger jetzt die Urlauber wegbleiben. Der Tourismus ist in dem von hoher Arbeitslosigkeit und Rezession geplagten Euro-Land einer der wichtigsten Wirtschaftszweige. „Der Schaden ist bereits entstanden“, sagt Christos Pilatakis Hoteldirektor auf Rhodos. Bereits nach der Ankündigung des Referendums seien vor allem Individualurlauber abgereist. Pauschalreisende seien bisher geblieben. Allerdings gebe es Stornierungen für die nächsten Monate. Griechenland zählt auch in diesem Sommer erneut zu den beliebtesten Zielen der Deutschen. Das bestätigt auch der deutsche Branchenprimus Tui: Es gebe keine Anfragen der Kunden wegen Stornierungen oder Umbuchungen. Im vergangenen Jahr rangierte Hellas auf Rang sieben der zehn begehrtesten Ziele deutscher Urlauber.

    +++04.30 Uhr+++

    Deutschland



    Nach Ansicht des Wirtschaftsexperten Clemens Fuest müssen die Euro-Länder unbedingt Härte zeigen. „Wir zerstören die wirtschaftlichen Grundlagen der Eurozone, wenn wir den Griechen jetzt nachgeben“, sagte der Präsident des Mannheimer Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW). Es könnte zu einer Art Dominoeffekt kommen. So könnten sich die Bürger in Irland und Spanien fragen, warum sie sich anstrengen und ihre Haushalte sanieren mussten, aber die Griechen nicht. In Deutschland, Frankreich und anderen Ländern drohten antieuropäische Kräfte sehr schnell an Einfluss zu gewinnen, wenn sich der griechische Premier Alexis Tsipras durchsetzen würde. Damit würde die Axt an Europa gelegt.

    +++04.00 Uhr+++

    Der deutsche EU-Kommissar Günther Oettinger hat Bedenken gegen einen weiteren Verbleib Griechenlands in der Eurozone angemeldet. „Ein insolventes Land, das eine Parallelwährung einführt, passt nicht zur Währungsunion“, sagte Oettinger der „Bild“-Zeitung. „Wir haben die kuriose Situation, dass Griechenland zwar Mitglied der Eurozone ist, aber im Moment kaum noch Euros hat.“ Die griechische Regierung müsse wahrscheinlich bald Löhne, Renten und offene Rechnungen in Form von Schuldscheinen auszahlen.

    Die Ereignisse der vergangenen Tage finden Sie hier im Überblick.

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