WiWo App 1 Monat für nur 0,99 €
Anzeigen

+++Die Ereignisse im Überblick+++ Tausende demonstrieren in Athen gegen den Grexit

Schuldenschnitt oder nicht? IWF-Chefin Lagarde macht sich dafür stark - und positioniert sich damit gegen Deutschland. Derweil gehen in Athen Tausende für einen Verbleib Griechenlands im Euroland auf die Straße.

  • Artikel teilen per:
  • Artikel teilen per:
Wie stehen Griechenland, Spanien und Co. da?
Bruttoinlandsprodukt, BIP, Griechenland, niedrigsten Stand, Spanien, Irland, Portugal, Wirtschaftskraft, Level
Die Lohnstückkosten sind in Griechenland, Irland und Spanien vergleichbar hoch. Für Griechenland senkt das die Wettbewerbsfähigkeit im Verhältnis zur Wirtschaftsleistung deutlich herab.
Griechenland, Spanien Arbeitslosigkeit, jeder vierte Erwerbsfähige ohne Arbeit, Portugal, Irland Krise, Anstieg, Eindämmung
Alle vier Länder haben den Abbau der Staatsausgaben verbessert. Besonders Griechenland war hier auf einem guten Weg, bis im Januar Syriza an die Macht kam.
Mit dem Abbau der Staatsverschuldung haben alle vier Länder noch ein Problem und sind noch weit entfernt von einem akzeptablen Stand. Am besten schlagen sich hier Spanien und Irland.
Krisenfolgen, Auflagen, Wende, Irland, Spanien, Portugal, Konjunktur, Reformen, Griechenland, Krise

+++19.43 Uhr+++

Tausende haben in Athen für einen Verbleib Griechenlands im Euroland demonstriert. Die Kundgebung fand unter dem Motto: „Wir bleiben in Europa“ statt. Die Menschen forderten, dass sich die Regierung unter Ministerpräsident Alexis Tsipras mit den Partnern und Gläubigern verständigt, damit Griechenland den Euro als Währung behalten kann.

+++18.51 Uhr+++

Die griechische Regierung hat versichert, ihre Vorschläge für Wirtschaftsreformen fristgerecht einzureichen. Die Liste mit konkreten Vorhaben werde in „wenigen Stunden“ vorgelegt, sagte Verteidigungsminister Panos Kammenos.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    +++18.29 Uhr+++

    Der frühere Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB) Jean-Claude Trichet hat vor geopolitischen Risiken einer Destabilisierung Griechenlands in der Finanzkrise gewarnt. Das gelte besonders für den Balkan. „Europa hat eine historische Verantwortung dafür, die Länder aus dem früheren kommunistischen Block fest zu verankern“, sagte Trichet der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“.

    +++15.44 Uhr+++

    Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble rechnet nach eigenen Worten nicht damit, dass Griechenland als "vertrauensbildende Maßnahmen" bis Sonntag Reformen anschiebt. Es wisse auch niemand, wann die Kapitalverkehrskontrollen aufgehoben werden könnten. Es könne aber nicht endlos so weitergehen.

    +++14.50 Uhr+++

    Bundeskanzlerin Merkel lehnt einen Schuldenschnitt für Griechenland ab. "Ein klassischer Haircut kommt nicht infrage", sagte sie in Sarajevo.

    +++13.26 Uhr+++

    Ein Sondertreffen der Euro-Finanzminister zu Griechenland ist laut zwei Vertretern der Euro-Zone für Samstag um 15.00 Uhr (MESZ) angesetzt. Bereits um 10.00 Uhr berate zur Vorbereitung die Euro-Arbeitsgruppe, sagt einer der Insider.

    +++12.53 Uhr+++

    Das neue Reformpaket kippt offenbar die Frührenten. Nach Informationen der Athener Finanzpresse sei Athen bereit, fast alle Frührenten abzuschaffen. Grundsätzlich solle niemand vor dem 67. Lebensjahr in Rente gehen können. Wer bereits 40 Jahre gearbeitet habe, solle ab 62 Jahren das Recht auf Ruhestand haben.

    +++12.37 Uhr+++

    EU-Ratspräsident Donald Tusk erklärt, es werde alles unternommen, um die Euro-Zone zu schützen. Er erwarte konkrete und realistische Vorschläge aus Athen. Von den Geldgebern müssten realistische Vorschläge zur Schuldentragfähigkeit Griechenlands kommen.

    +++12.17 Uhr+++

    Tsipras sucht nach Wegen, eine mögliche Einigung mit den Geldgebern über ein Hilfspaket durch das Parlament zu bringen, ohne einen Bruch des Regierungslagers zu riskieren. Wie die Deutsche Presse-Agentur am Donnerstag aus griechischen Regierungskreisen erfuhr, will Tsipras die Abgeordneten seines Linksbündnisses Syriza ohne Fraktionszwang nach ihrem Gewissen abstimmen lassen.

    Vertreter des linken Syriza-Flügels hatten angekündigt, in jeden Fall gegen ein neues Sparprogramm zu votieren. Insider erwarten bis zu 30 Abweichler. Mit einem Verzicht auf den Fraktionszwang würde der Regierungschef es verhindern, dass es zu einem offenen Bruch im Regierungslager komme, hieß es.

    +++12.00 Uhr+++

    EU-Währungskommissar Pierre Moscovici hat in der Schuldenkrise umfassende und konkrete Reformvorschläge aus Griechenland gefordert. „Es ist heute unerlässlich (...), dass diese Reformen auf dem Tisch liegen“, sagte der Franzose am Donnerstag dem französischen Sender France Inter.

    +++11.20 Uhr+++

    Irland bewertet die Chance auf eine Einigung im griechischen Schuldenstreit auf mehr als 50 Prozent. Griechenlands Ministerpräsident Alexis Tsipras werde nun wohl ein Abkommen mittragen, teilte das Finanzministerium in Dublin mit. Das Referendum über die Vorschläge der Gläubiger habe dafür den Weg geebnet.

    +++10.20 Uhr+++

    Das Ausscheiden Griechenlands aus dem Euro ist nach Ansicht des estnischen EZB-Ratsmitglieds Ardo Hansson nicht auszuschließen. Die Europäische Zentralbank sei für ein solches Szenario gewappnet: etwa mit unkonventionellen geldpolitischen Maßnahmen und enger Kooperation mit anderen Zentralbanken.

    +++10.00 Uhr+++

    Der griechische Energieminister Panagiotis Lafazanis rechnet mit einer baldigen Einigung mit den internationalen Geldgebern. Zugleich betont er, kein drittes Hilfspaket mit harten Sparmaßnahmen zu wollen, welches dem Land keine Perspektive gebe.

    DIW-Präsident Fratzscher: Grexit ist schlechteste Option für alle


    +++09.10 Uhr+++

    Die Kapitalkontrollen in Griechenland sollten nach Ansicht von Bundesbank-Präsident Jens Weidmann bis zur Vereinbarung neuer Rettungshilfen in Kraft bleiben.

    Was droht Griechenland und seinen Banken?

    +++08.30 Uhr+++

    Top-Jobs des Tages

    Jetzt die besten Jobs finden und
    per E-Mail benachrichtigt werden.

    Standort erkennen

      EZB-Präsident Mario Draghi ist sich nicht sicher, ob es noch zu einer Lösung im Schuldenstreit mit Griechenland kommt. "Ich weiß es nicht, diesmal ist es wirklich schwierig", sagte der Italiener laut Tageszeitung "Il Sole 24 Ore". Auf die Frage, ob Griechenland Hilfe aus Russland erwarten könne, antwortet er: "Das glaube ich nicht... Die haben selber kein Geld."


      +++07:58 Uhr+++

      Ein griechischer Regierungssprecher äußert sich überzeugt, dass die Abgeordneten der Regierungskoalition einer neuen Schuldenvereinbarung mit den Gläubigern zustimmen werden.


      +++07.30 Uhr+++

      Für Griechenland ist am Donnerstag die letzte Frist zur Vorlage neuer Reform- und Sparvorschläge angebrochen. Sollten die Finanzminister der anderen Euro-Staaten bis Mitternacht keine detaillierte Liste aus Athen erhalten, bekommt Athen im Gegenzug höchstwahrscheinlich auch kein neues Hilfspaket. Den förmlichen Antrag auf neue Milliardenkredite hat die griechische Regierung inzwischen beim Euro-Rettungsschirm ESM gestellt, der Ausgang des Prüfverfahrens ist aber völlig offen.

      +++07.00 Uhr+++

      „Der „Grexit“ ist die absolut schlechteste Option für alle“, sagte DIW-Präsident Marcel Fratzscher der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. „Der würde Griechenland in eine fünf bis zehn Jahre dauernde Depression stürzen. Und die deutschen Steuerzahler würden deutlich mehr Geld abschreiben müssen.“

      +++06.30 Uhr+++

      In der Debatte um einen Schuldenerlass für Griechenland treten Differenzen zwischen dem Internationalen Währungsfonds und Deutschland zutage. IWF-Direktorin Christine Lagarde riet in Washington zu Umstrukturierungen der massiven Außenstände Athens. Nur so könnten Rettungsmaßnahmen funktionieren, sagte sie. Damit ging sie auf Konfrontationskurs zu Berlin, das einen echten Schuldenerlass skeptisch sieht.

      Folgen einer Staatspleite für Gläubiger

      +++06.15 Uhr+++

      In Griechenland beziehen derzeit rund 2200 Deutsche eine Rente. Die jüngsten Rentenzahlungen wurden Ende Juni laut  Bundessozialministerium ohne Probleme und pünktlich über die Bundesbank an die griechischen Banken angewiesen. Probleme bei der Auszahlung ließen sich bisher nicht verlässlich beurteilen. „Wir behalten das jedoch im Blick.“ Insgesamt wurden Ende Juni demnach rund 92 000 Rentenzahlungen nach Griechenland geleistet.

      Überwiegend handele es sich um Zahlungen an Griechen, die in Deutschland einen Rentenanspruch erarbeitet haben und diesen auf ihr griechisches Konto überwiesen bekommen. „Klar ist, dass alle Menschen in Griechenland vor den gleichen Schwierigkeiten stehen, Bargeld zu bekommen.“

      Europa



      +++06.00 Uhr+++

      Die griechischen Banken bleiben wegen der Finanzkrise bis zum 13. Juli geschlossen. Griechische Kunden dürften bis dahin auch weiterhin nur 60 Euro pro Tag abheben, teilte das Finanzministerium am Mittwoch mit. Die griechische Regierung will damit verhindern, dass die Banken zusammenbrechen, weil zu viele Kunden gleichzeitig ihre Konten räumen könnten. Die geltenden Kapitalverkehrskontrollen waren am 29. Juni in Kraft getreten und sollten ursprünglich am Mittwochabend auslaufen.

      © Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
      Zur Startseite
      -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%