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+++Die Ereignisse in Belgien im Überblick+++ Belgische Polizei findet bei Razzia weitere Bombe

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Teilweise Räumung belgischer Atomkraftwerke Tihange und Doel

+++16.42 Uhr+++

Belgische Medien haben das Bild einer Sicherheitskamera vom Brüsseler Flughafen veröffentlicht, auf dem Verdächtige in Zusammenhang mit dem Bombenattentat am Airport zu sehen sein sollen. Das Bild zeigt – je nach Ausschnitt – zwei oder drei junge Männer mit dunklen Haaren, die Gepäckwagen schieben. Laut der Medienberichte soll das Foto durchgesickert und zunächst nicht zur Veröffentlichung gedacht gewesen sein.

+++16.37 Uhr+++

Verschiedene Nachrichtenagenturen berichten in Berufung auf eine "dem IS nahestehende Nachrichtenagentur", dass sich die radikalislamische Miliz Islamischer Staat (IS) zu den Anschlägen in Brüssel bekannt habe. IS-Kämpfer hätten "eine Bombenserie mit Sprengstoffgürteln und Sprengsätzen am Dienstag ausgeführt", heißt es auf der Internetseite der Agentur Amak. Ziel seien ein Flughafen und eine Metrostation im Zentrum der belgischen Hauptstadt gewesen. Die Echtheit des Bekenntnisses konnte zunächst nicht überprüft werden. Die Nachrichtenagentur Amaq hat in der Vergangenheit immer wieder Stellungnahmen des IS verbreitet. Sie gilt als eng mit der Terrormiliz verbunden.

+++16.20 Uhr+++

Nach Angaben des zuständigen Krisen-Zentrums starben bei den Anschlägen am Flughafen in Brüssel und an einer Metro-Station 30 Menschen. Zehn davon am Flughafen und 20 an der Metro-Station Maelbeek, sagt ein Sprecher des belgischen Innenministeriums. Die Behörden erteilen den Bewohnern der belgischen Hauptstadt zudem die Erlaubnis, wieder nach draußen zu gehen, heißt es aus dem Krisenzentrum.

+++16.12 Uhr+++

Die belgischen Atomkraftwerke Tihange und Doel sind nach den Anschlägen aus Sicherheitsgründen teilweise geräumt worden. Der französische Betreiber der beiden Anlagen Engie sagt, auf Ersuchen der belgischen Behörden seien Beschäftigte, die für den Betrieb der Anlagen nicht zwingend nötig sind, aufgefordert worden, das Gelände zu verlassen. Die Kernmannschaften seien aber geblieben, um den Betrieb zu überwachen.

+++15.07 Uhr+++

Die Vertretung des Freistaats Bayern in Brüssel bleibt nach den Terroranschlägen vorerst bis nach Ostern geschlossen. Dann müsse geschaut werden, wie es nach dem langen Wochenende weitergehe, sagt ein Sprecher der Staatskanzlei. Die Vertretung des Freistaates bei der Europäischen Union liegt in unmittelbarer Nähe zum EU-Parlament.

+++14.57 Uhr+++

Die Eisenbahn-Stationen in Brüssel sollen nach einem Bericht der Zeitung "La Libre" am Nachmittag um 16 Uhr wieder öffnen. Allerdings werde das unter erheblich erhöhter Präsenz von militärischen Sicherheitskräften geschehen.

+++14.43 Uhr+++

Bei dem Anschlag in der Brüsseler Metro sind mindestens 20 Menschen getötet worden, berichtet der Brüsseler Bürgermeister Yvan Mayeur laut Nachrichtenagentur Belga. Die Lage sei immer noch „extrem chaotisch“. Laut Mayeur erlitten 106 Menschen in der U-Bahn Verletzungen.

+++14.25 Uhr+++

Der Terrorexperte Rolf Tophoven sieht die Anschläge als direkte Reaktion auf die Festnahme des mutmaßlichen Top-Terroristen Salah Abdeslam. Er gehe davon aus, dass das Umfeld Abdeslams zeigen wolle, dass es weiter handlungsfähig und nicht operativ geschwächt sei, sagte Tophoven der Deutschen Presse-Agentur. Es handele sich um einen „perfekt koordinierten und professionell durchgeführten Anschlag“. Das Muster mit mehreren parallelen Zugriffsorten erinnere an die jüngsten Attacken in Paris, zu denen sich die Terrormiliz Islamischer Staat bekannt hatte.

"Wir fühlen uns unseren Freunden in Belgien heute ganz nah"
Bundeskanzlerin Angela Merkel äußert sich zu den Terroranschlägen in Brüssel. Quelle: dpa
Belgiens König Philippe Der belgische König verurteilte die Anschläge in Brüssel als „feige und widerlich“. In einer kurzen Ansprache an die Nation rief er dazu auf, auf die terroristische Bedrohung „mit Entschlossenheit, Ruhe und Würde“ zu antworten. „Behalten wir Vertrauen in uns selbst“, sagte der Monarch. „Dieses Vertrauen ist unsere Kraft.“ In Belgien ist es ausgesprochen selten, dass sich der König nach aktuellen Ereignissen direkt an die Bevölkerung wendet. Quelle: REUTERS
Manuel Valls Quelle: REUTERS
Belgiens Premierminister Charles Michel Quelle: dpa
Ban Ki Moon Quelle: dpa
Frankreichs Präsident François Hollande Quelle: AP
Anne Hidalgo Quelle: REUTERS


+++14.10 Uhr+++

Aus dem belgischen Atomkraftwerk Tihange, 70 Kilometer von Aachen entfernt, wird nicht mehr notwendiges Personal abgezogen, eine Evakuierung finde aber nicht statt.

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