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EU-Kommission Die digitale Wirtschaft braucht mehr Frauen

Die IT-Branche wird bislang von Männern dominiert. Frauen würden der Branche gut tun, sagt die EU-Kommission. In einem ersten Schritt sollen in Schulungen Vorurteile abgebaut werden.

Die beliebtesten Arbeitgeber der Informatiker
Platz 20: Cisco4,7 Prozent Quelle: REUTERS
Platz 19: Oracle4,9 Prozent der Befragten Informatiker wünschen sich Oracle als Arbeitgeber. Quelle: REUTERS
Platz 18: DELL5,4 Prozent der Befragten Informatiker wünschen sich Dell als Arbeitgeber. Quelle: REUTERS
Platz 17: BND5,7 Prozent der Befragten Informatiker wünschen sich den Bundesnachrichtendienst als Arbeitgeber. Quelle: dpa/dpaweb
Platz 16: Fraunhofer-Gesellschaft5,7 Prozent der Befragten Informatiker wünschen sich die Fraunhofer Gesellschaft als Arbeitgeber. Quelle: Presse
Platz 15: Volkswagen5,9 Prozent der Befragten Informatiker wünschen sich VW als Arbeitgeber. Quelle: dpa
Platz 14: Porsche6,1 Prozent der Befragten Informatiker wünschen sich Porsche als Arbeitgeber. Quelle: dpa

Die Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) ist eine der wichtigsten Branchen. Doch Europas Frauen sind in diesem Sektor bisher unterrepräsentiert, stellt die EU-Kommission fest. Zum Beispiel sind gerade einmal neun Prozent aller App-Entwickler Frauen, bei Management Positionen in der IKT-Branche liegt der Anteil bei rund 19 Prozent. (Zum Vergleich: In anderen Dienstleistungsbrachen sind es rund 45 Prozent.) Es gibt also noch viel Luft nach oben, meint die EU-Kommission und möchte das Problem anpacken.

„Technik ist zu wichtig, um sie den Männern zu überlassen“, erklärte Neelie Kroes, EU-Kommissarin für die digitale Agenda und Vizepräsidentin der EU-Kommission. Die IKT-Branche sei keine Domäne einiger weniger Computerfreaks mehr – IT sei die Zukunft. Arbeitgeber würden zunehmend berichten, wie schwierig es sei, geeignete IT-Fachkräfte zu finden. Die Kommission warnt, bald könnten der Branche in Europa bis zu 900.000 Fachkräfte fehlen.

Mehr Wachstum durch Frauen in der digitalen Wirtschaft

Eine Kommissionsstudie über Frauen im IKT-Sektor liefert Einsichten. Frauen entscheiden sich laut der Studie am ehesten für technische Berufe, wenn sie erfolgreiche Rollenvorbilder haben – die aber entsprechend rar gesät sind, besonders in Deutschland. Außer der Yahoo-Chefin Marissa Mayer gibt es auch international nicht viele weibliche Vorbilder in hohen Positionen in der digitalen Wirtschaft.

In Arbeit
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Außerdem ist die Branche noch mit vielen Vorurteilen behaftet, die sie für Frauen unattraktiv machen. Dem möchte die Kommission jetzt mit groß angelegten Kommunikationskampagnen - zum Beispiel in Schulen - begegnen. Laut Kommission würde sich ein höherer Anteil an Frauen in technischen Berufen und die damit verbundene größere Vielfalt auch auf das europäische BIP auswirken. Etwa neun Milliarden Euro mehr pro Jahr wären möglich, wenn Frauen in der Branche genau so häufig anzutreffen wären wie Männer.

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