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Euro-Finanzminister Griechenland macht bei Reformen Fortschritte

Die Eurogruppe und die EU-Kommission sieht Griechenland auf dem richtigen Weg. Quelle: dpa

Griechenland darf auf neue Hilfen hoffen, nachdem die Eurogruppe über die neuen Milliarden geurteilt hat. Auch die EU-Kommission sieht gute Chancen. Doch zunächst müssen einige Bedingungen erfüllt werden.

Die Bundesregierung und die EU-Kommission machen Griechenland Hoffnungen auf eine neue Milliarden-Finanzspritze. "Nach den Berichten, die wir empfangen werden, ist davon auszugehen, dass Fortschritte gemacht wurden", sagte der geschäftsführende Bundesfinanzminister Peter Altmaier am Montag in Brüssel. Man werde sich die Informationen aber ganz genau anschauen. Die in der Eurogruppe organisierten Finanzminister der 19 Euroländer beraten mit Experten über die Freigabe einer weiteren Hilfstranche für das Land von 6,7 Milliarden Euro. Bedingung für die Auszahlungen des Geldes ist die Erfüllung von 110 Reformschritten. Dies verlangen die EU-Kommission, die Europäische Zentralbank (EZB) und der Euro-Rettungsfonds ESM.

Um die Hürde zu nehmen, erließ das griechische Parlament kürzlich neue Gesetze. "Es geht in die richtige Richtung", sagte auch Kommissions-Vizepräsident Valdis Dombrovskis. Griechenland hätte seine Finanzziele zum dritten Jahr in Folge übertroffen und auch den neuen Haushalt wie besprochen verabschiedet. Wenn auch die anderen Bedingungen erfüllt würden, könnten die Finanzminister grünes Licht für die Auszahlung geben.

Das Land hängt seit 2010 am Tropf internationaler Geldgeber. Das dritte Hilfspaket im Umfang von bis zu 86 Milliarden Euro läuft im August aus. Mit einer Quote von 21 Prozent ist die Arbeitslosigkeit in Griechenland so hoch wie in keinem anderen Euro-Land. Trotzdem stufte die Ratingagentur S&P vorige Woche die die Bonitätsbewertung hoch.

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