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Euro-Krise Draghi, der Bankenretter

Die EZB senkt erneut den Leitzins und verhilft den Banken zu mehr Liquidität. Gegen zusätzliche Bondkäufe sträuben sich die Währungshüter aber weiterhin.

EZB senkt Leitzins auf ein Prozent

Seine Schonzeit ist abgelaufen: Während Mario Draghi am Anfang seiner ersten Pressekonferenz vor rund einem Monat noch nahezu ausgelassen mit den Fotografen scherzte und das Blitzlichtgewitter sichtbar genoss, geht der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB) diesmal gleich zum Tagesgeschäft über.

Wieder muss Draghi eine Senkung des Leitzinses verkünden. Wieder wird der Zins, zu dem sich Banken bei der EZB Geld leihen können, um 25 Basispunkte auf 1,0 Prozent gesenkt. Und wieder betont der EZB-Präsident, dass die Inflation zwar derzeit über zwei Prozent liege, die Währungshüter aber davon ausgingen, dass die Preissteigerungsrate der Euro-Zone im Laufe der nächsten Monate auf unter zwei Prozent sinke.

Frisches Geld für Geschäftsbanken

Als wüsste er, wie empfindlich die Bürger einiger Euro-Staaten allein auf das Wort Inflation reagieren, nickt der ansonsten eher regungslos dasitzende Vize-Präsident Vítor Constâncio an dieser Stelle bekräftigend. Im Gegensatz zur letzten Leitzinssenkung vor rund einem Monat sei die Entscheidung der EZB-Ratsmitglieder diesmal nicht einstimmig gewesen, so Draghi. Die Entscheidung sei diskutiert worden, nicht aber der Zeitpunkt. Ob es in Zukunft zu einer weiteren Absenkung der Zinsen kommt, ließ der EZB-Präsident offen.

Doch damit nicht genug. "Super Mario" hat diesmal einen ganzen Katalog an Maßnahmen im Gepäck, mit dem er die Stabilität der Euro-Zone wieder herstellen will. Oberes Ziel dabei ist, den Geschäftsbanken den Zugang zu frischem Geld zu erleichtern. Eine Kreditklemme soll mit allen Mitteln verhindert werden. In diesem Zusammenhang betonte Draghi ausdrücklich die Bedeutung von kleinen und mittelständischen Unternehmen für die Wirtschaft der Euro-Zone, die vermutlich die ersten Leidtragenden einer solchen Misere wären.

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