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Euro-Krise Schlechte Noten für Europas Krisenländer

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Frankreich

Frankreich entwickelte sich 2013 immer mehr zu Europas Problemkind. Quelle: dpa

Frankreich entwickelt sich immer mehr zum Problemkind Europas. Das zumindest ist das Ergebnis eines 90-Seiten-Berichts, den die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) im November veröffentlich hat. Wirtschaftliche und politische Reformen seien dringend nötig, so die OECD.

Denn es läuft schlecht in Frankreich. Mitte dieses Jahres hat die dritte große Rating-Agentur Fitch dem Land die Bestnote für die Kreditwürdigkeit entzogen. Die wirtschaftliche Entwicklung des Landes würde die Bewertung AAA nicht mehr zulassen, so die Begründung. Hatten die beiden amerikanischen Rating-Agenturen Moody’s und Standard & Poor’s bereits vergangenes Jahr diesen Schritt getan, hatte Fitch dem Land zunächst Zeit für Reformen eingeräumt.

So bewerteten wir Frankreich 2012

Die Stimmung in der französischen Wirtschaft ist dementsprechend schlecht. Laut einer Studie des französischen Meinungsforschungsinstituts Ifop planen rund 72 Prozent der Unternehmen mit bis zu 19 Beschäftigen keine Investitionen im kommenden Jahr. Diese machen fast 97 Prozent aller Unternehmen in Frankreich aus. Grund für die Zurückhaltung seien die hohen Steuerbelastungen. Knapp die Hälfte der Unternehmen wird zudem keine weiteren Beschäftigten einstellen. Weitere drei Viertel der Befragten fürchten erneute Steuererhöhungen im kommenden Jahr.

Frankreichs Abschlusszeugnis 2013

Die Franzosen sehen die Schuld vor allem bei Hollande. Rund 80 Prozent der Franzosen sind mit der sozialistischen Regierung unzufrieden. 24 Prozent könnten sich vorstellen, bei der Europawahl im Frühling der nationalistischen Partei Front National um Marine Le Pen ihre Stimme zu geben. Nur 19 Prozent wollen die Regierungspartei wählen. Damit wäre die die Front National stärkste Partei.

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    Währenddessen wächst Frankreichs Staatsverschuldung weiter. Lag sie in diesem Jahr bei rund 91 Prozent des Bruttoinlandsprodukts, könnte sie 2014 sogar auf 96 Prozent ansteigen, schätzt die OECD. Rund 11 Prozent der Franzosen sind arbeitslos. Das sind mehr als 3,2 Millionen Menschen. Besonders gravierend ist die Jugendarbeitslosigkeit im Land. Jeder Vierte unter 25 Jahren ist ohne Job.

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