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Euro-Krise Schlechte Noten für Europas Krisenländer

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Zypern

Die wirtschaftlichen Aussichten sind auf der Mittelmeerinsel düster. Quelle: dpa

Gerade erst gab es ein Lob aus Brüssel. Zypern liege „im Plan“ mit den Reformauflagen der Troika, gab Eurogruppenchef Jeroen Dijsselbloem nach der jüngsten Sitzung der Finanzminister der Eurozone erfreut bekannt. Der Auszahlung der nächsten Tranche aus dem Hilfspaket von insgesamt zehn Milliarden Euro steht nichts mehr im Wege.

Zypern hebt sich damit von Griechenland ab, wo sich die aktuelle Mission der Troika wegen vieler Ungereimtheiten ins neue Jahr ziehen wird. Die wirtschaftlichen Aussichten sind auf der Mittelmeerinsel allerdings düster. Nachdem das Bruttoinlandsprodukt (BIP)  in diesem Jahr den Berechnungen der EU-Kommission zufolge um 8,7 Prozent einbrechen dürfte, steht im kommenden Jahr ein Minus von 3,9 Prozent bevor. Erst 2015 rechnet die Kommission wieder mit Wachstum.

So bewerteten wir Zypern 2012

Die Beratungsfirma Ernst & Young hält dieses Szenario noch für viel zu optimistisch. Für das kommende Jahr sagt sie einen weiteren Einbruch des BIP um acht Prozent voraus und erwartet erst wieder im Jahr 2017 Wachstum. Vor allem der Mangel an privaten Investitionen könnte sich als Problem erweisen, heißt es.

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    Finanzminister Harris Georgiades hofft, dass die für die kommenden Jahre geplanten Strukturreformen internationale Investoren ins Land locken. Das Gesundheits- und Steuersystem soll komplett überarbeitet werden. Die konservative Regierung plant ebenfalls umfassende Privatisierungen, die mit dem Verkauf des staatlichen Telekomunternehmens CyTA beginnen soll. Im November kündigte Georgiades ein Ende der Kapitalverkehrskontrollen für die „kommenden Monate“ an. Die Sperre war im März eingeführt wurden, um den Abfluss von Geldern in großem Stil zu verhindern. Doch ein konkretes Datum liegt noch nicht vor.

    Zyperns Abschlusszeugnis 2013

    Die Bankensanierung hat tiefe Spuren in den Staatsfinanzen hinterlassen. Die Schulden, die sich in diesem Jahr voraussichtlich auf 116,0 Prozent des BIP belaufen, werden im kommenden Jahr auf 124,4 Prozent des BIP steigen und 2015 sogar auf 127,4 Prozent. Die Regierung schließt trotzdem Steuererhöhungen aus und setzt auf Ausgabenkürzungen.

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