Euro-Zone Arbeitslosigkeit geht zurück

Die Arbeitslosigkeit in den Euro-Ländern ist auf den niedrigsten Stand seit drei Jahren gesunken. Deutschland meldete die niedrigste Quote, während in Griechenland sowie in Spanien die Lage besonders schlecht war.

In welchen Regionen tolle Jobs winken
Die Jobsuchmaschine Adzuna hat die größten 75 Städte in Deutschland anhand der Wettbewerbsintensität ihres Arbeitsmarktes beurteilt: Wie viele Bewerber kommen auf eine freie Stelle? Welche Berufsgruppen haben die besten Chancen, einen neuen Job zu finden - und vor allem wo? "Wir haben im Verlauf des letzten Jahres einige interessante Entwicklungen gesehen. Insgesamt hat sich die Quote von Bewerbern pro Arbeitsplatz bundesweit verbessert", sagt Matthias Lissner, Adzunas Country Manager für Deutschland. Quelle: dpa
Die stärksten BerufsgruppenIT und Beratung sind die Top-Branchen mit den meisten Stellenangeboten und weisen aktuell über 80.000 Stellenangebote aus. Technikerstellen, Buchhaltung & Finanzwesen sowie Gastronomie kommen zusammen ebenfalls auf 78.000 freie Jobs. Quelle: dpa
MünchenIn der bayerischen Landeshauptstadt kommen derzeit 1,5 Bewerber auf eine freie Stelle. Damit rangiert München zwar immer noch unter den Top-Standorten in Deutschland, zum attraktivsten lokalen Arbeitsmarkt Deutschlands reicht es aber nicht mehr. München liegt in der Wertung auf Platz fünf - einen Rang hinter Stuttgart, wo auf eine freie Stelle 1,4 Bewerber kommen. Quelle: dpa
Darmstadt und IngolstadtAuf den Plätzen zwei und drei liegen mit je 1,3 Bewerbern pro freier Stelle Ingolstadt und Darmstadt. Der Arbeitsmarkt in Darmstadt ist zudem interessant, da hier Stellen für Berater aktuell über zehn Prozent der freien Stellen ausmachen, was überdurchschnittlich hoch ist. Quelle: dpa
RegensburgBewerber sollten außerdem einen Blick auf Regensburg werfen. Dort ist die Anzahl von Bewerbern pro freier Stelle mit 1,2 bundesweit am niedrigsten. Im gesamten Bundesland Bayern kommen auf eine freie Stelle vier Arbeitslose. Quelle: dpa
Baden-WürttembergUnter den Bundesländern ist Baden-Württemberg führend: Dort kommen 3,8 Unbeschäftigte auf einen freien Arbeitsplatz. Platz zwei im Länderranking belegt der Stadtstaat Hamburg, wo es pro freier Stelle 3,9 mögliche Bewerber gibt. Quelle: dpa
Rheinland-PfalzAbsteiger unter den Bundesländern sind - im Vergleich zum Vorjahr - Schleswig-Holstein und Rheinland-Pfalz. Die Wettbewerbsfähigkeit beider Länder ist in den letzten sechs Monaten gesunken. In Rheinland-Pfalz kommen auf eine freie Stelle 12,2 Bewerber (Platz neun), in Schleswig-Holstein sind es 12,8 (Platz zehn). Die rote Laterne hält Brandenburg, wo 27,2 Arbeitslose einer offenen Stelle gegenüberstehen. Dieses Verhältnis wird nur von einer Stadt übertroffen. Quelle: dpa
OberhausenOberhausen ist die Stadt mit dem schwierigsten Arbeitsmarkt in Deutschland: 28 Arbeitslose kommen hier auf einen freien Job. Gelsenkirchen weist nur geringfügig bessere Werte auf, und Duisburg, Bochum und Dortmund komplettieren die fünf schwächsten Standorte in Deutschland, von denen alle in Nordrhein-Westfalen liegen. Quelle: dpa
BerlinBerlin, oftmals als das Sorgenkind der Republik dargestellt, steht verhältnismäßig gut da: hier kommen aktuell zwölf Bewerber auf ein Jobangebot, was eine enorme Verbesserung im Vergleich zum Frühjahr 2013 darstellt. Quelle: REUTERS

Die Zahl der Arbeitslosen im Euro-Raum ist im April gesunken. 17,85 Millionen Männer und Frauen suchten einen Job, wie das europäische Statistikamt Eurostat am Mittwoch mitteilte. Das waren 849.000 weniger als ein Jahr zuvor und 130.000 weniger als im Vormonat. Die um jahreszeitliche Schwankungen bereinigte Arbeitslosenquote sank binnen Monatsfrist von 11,2 auf 11,1 Prozent.

Das Gefälle zwischen den einzelnen Euro-Ländern bleibt aber groß: In Deutschland ist die - nach einheitlichem EU-Standard berechnete - Arbeitslosenquote mit 4,7 Prozent am geringsten. In Griechenland hingegen liegt sie bei 25,4 Prozent (im März), in Spanien bei 22,7 Prozent.

In Arbeit
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Die Konjunktur im Währungsraum hat zuletzt an Schwung gewonnen. Die Industriestaaten-Organisation OECD erwartet in diesem Jahr ein Wachstum von 1,4 und für 2015 von 2,1 Prozent. 2014 hatte es nur zu einem Plus von 0,9 Prozent gereicht. Die Belebung kommt in der Regel aber erst zeitverzögert am Jobmarkt an.

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