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Euroländer Inflation auf niedrigstem Stand seit 2009

Sinkende Energiepreise haben die Inflation in den 17 Euroländern auf den niedrigsten Stand seit vier Jahren gedrückt. Im Oktober lag die jährliche Teuerungsrate bei 0,7 Prozent, nach 1,1 Prozent im September.

Die Inflationsrate im Euroraum fällt auf Vier-Jahres-Tief. Quelle: dpa

Sinkende Preise für Energie drücken die Inflation in der Euro-Zone auf den tiefsten Stand seit rund vier Jahren. Waren und Dienstleistungen in den 17 Euro-Ländern kosteten im Oktober durchschnittlich nur noch 0,7 Prozent mehr als vor einem Jahr, wie die Statistikbehörde Eurostat am Freitag mitteilte und damit eine erste Schätzung bestätigte. Der niedrige Preisdruck schürt derzeit Sorgen vor einer Deflation - also einem gefährlichen Preisverfall auf breiter Front. Die Europäische Zentralbank spricht bei einer Inflationsrate von knapp zwei Prozent von stabilen Preisen. Die Währungshüter hatten auch deswegen bereits vorige Woche den Leitzins in der Euro-Zone auf das Rekordtief von 0,25 Prozent gesenkt.

Grund für die nachlassende Teuerung ist vor allem die billigere Energie. Sie kostete 1,7 Prozent weniger als vor Jahresfrist. Heizöl verbilligte sich um 7,4 Prozent, Tanken um fünf Prozent. Nahrungsmittel, Alkohol und Tabak hingegen verteuerten sich um 1,9 Prozent.

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Die gesamten Verbraucherpreise sanken im Vergleich zum September um 0,1 Prozent, auch hier spielte günstigere Energie die entscheidende Rolle.

Die Jahresteuerung sank mit 1,9 Prozent am stärksten in Griechenland. In dem von einer Dauer-Rezession geplanten Land war es der größte Rückgang seit 1962. Auch in Zypern fiel das Minus mit 0,5 Prozent kräftig aus. Am stärksten stiegen die Preise in Estland (2,2 Prozent) und Finnland (1,7 Prozent). In Deutschland lag die für den europäischen Vergleich berechnete Inflationsrate bei 1,2 Prozent.

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