Europa Oettinger wird wohl doch nicht Vizepräsident der EU-Kommission

Der einflussreiche EU-Kommissar Günther Oettinger wird laut einem Medienbericht anders als erwartet nicht Vize-Präsident der Europäischen Kommission.

EU-Kommissar Günther Oettinger sollte eigentlich der Stellvertreter von EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker werden. Quelle: dpa

Günther Oettinger wird einem Medienbericht zufolge wohl doch nicht Vizepräsident der Europäischen Kommission. Die "Süddeutsche Zeitung" (Donnerstagausgabe) berichtet vorab, dass dem deutschen EU-Kommissar der Titel verwehrt bleibe. Der Präsident der Brüsseler Behörde, Jean-Claude Juncker, ziehe es offenbar vor, das vakante Amt nicht neu zu besetzen und dadurch etwa 2000 Euro im Monat an Steuergeld einzusparen. Für Juncker würde ein Vizepräsident Oettinger außerdem politische Probleme mit sich bringen: Es gäbe nur noch eine Frau unter insgesamt sechs Vizepräsidenten.

Der Posten ist seit dem Wechsel von Kristalina Georgiewa zur Weltbank unbesetzt. Oettinger galt bislang als Favorit für die Nachfolge, weil er die Ressorts der Bulgarin zum Jahreswechsel übernommen hat: Haushalt und Personal. In Brüssel wurde Oettingers Beförderung zunächst als Formalie betrachtet. Doch mit seinem Auftritt in Hamburg im Oktober, bei dem er Chinesen als "Schlitzaugen" bezeichnete machte, sorgte er für Empörung.

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