Europäische Union Die Gewinner und Verlierer des EU-Etats

Großbritannien ist gegen den geplanten EU-Haushalt und auch Schweden und Frankreich drohen mit einem Veto. Empfänger- und Nehmerländer haben sich über die Höhe des Budgets völlig zerstritten.

Die größten Netto-Zahler der EU
Touristen in Helsinki Quelle: dapd
Eine Windkraftanlage nahe Dänemark Quelle: dapd
Der Wiener Opernball Quelle: dpa
Da Atomium in Belgien Quelle: REUTERS
Eine Mitarbeiterin in der Schwedischen Botschaft in Minsk Quelle: REUTERS
Frau Antje Quelle: AP
Das Colosseum Quelle: REUTERS

Die Europäische Union hat angesichts des Widerstands der britischen Regierung gegen den zukünftigen EU-Haushalt Klarheit von Großbritannien über seinen Verbleib in der EU verlangt. Haushaltskommissar Janusz Lewandowski forderte, Großbritannien müsse jetzt zeigen, wohin es langfristig gehören wolle. "Entweder es sieht für längere Zeit seine Zukunft in der Europäischen Union oder nicht", sagte Lewandowski.

Der britische Premierminister David Cameron hatte am Donnerstag bekräftigt, er werde nicht zögern, sein Veto einzulegen, sollte es in den Verhandlungen über den langfristigen EU-Haushalt nicht zu einer Einigung im Interesse Großbritanniens kommen. Zahlreiche europakritische Abgeordnete von Camerons konservativer Partei hatten am Mittwoch mit der Opposition gestimmt und Kürzungen im EU-Haushalt gefordert. Die Regierung in London wollte dagegen die Ausgaben auf dem bisherigen Stand festschreiben.

Wie sich die EU finanziert

Großbritannien ist jedoch nicht das einzige Land, das mit dem geplanten EU-Haushalt unzufrieden ist. Im Ringen um die EU-Ausgaben von 2014 bis 2020 pochen die großen Beitragszahler auf stärkere Kürzungen - auch Deutschland möchte das Budget der EU kürzen. Die EU-Kommission fordert dagegen eine Erhöhung der Ausgaben auf knapp 1000 Milliarden Euro.

Die EU versucht einen Ausgleich der Wirtschafts- und Lebensbedingungen unter den 27 Mitgliedern vor allem über sogenannte Kohäsionsfonds zu schaffen, die gemeinsam mit den Agrarsubventionen bei einem Anteil von jeweils etwa 36 Prozent den größten Brocken der Ausgaben ausmachen. Aber auch bei der Förderung von Straßen- und Schienenbau, des Schulwesens oder von Ausbildungsprojekten setzt die EU nun die Axt an. Doch wer finanziert eigentlich die Ausgaben der EU - und wer profitiert davon?

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