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Europäische Zentralbank Wertpapierkäufe schwellen auf mehr als 1,5 Billionen Euro an

Die Europäische Zentralbank hat im vergangenen Jahr ihre in Deutschland umstrittenen Anleihen-Käufe weiter vorangetrieben. Außerdem wurde das Programm zum Kauf von Wertpapieren um neun Monate bis Ende 2017 verlängert.

Die Zentrale der Europäischen Zentralbank in Frankfurt. Quelle: dpa

Vom Programmstart im März 2015 bis Ende Dezember 2016 nahmen die Währungshüter Staats- und Regionalanleihen sowie Papiere supranationaler Institutionen im Umfang von 1,255 Billionen Euro in ihre Bücher, wie die Europäische Zentralbank (EZB) am Dienstag mitteilte. Mit den Käufen wollen die Euro-Wächter die Konjunktur im Euro-Raum unterstützen und die aus ihrer Sicht immer noch viel zu niedrige Inflation nach oben treiben. Insgesamt kletterten die Wertpapierkäufe einschließlich Firmenanleihen, Hypothekenpapiere und Pfandbriefe bis Ende Dezember auf 1,532 Billionen Euro.

Im Dezember hatte der EZB-Rat beschlossen, das Kaufprogramm um neun Monate bis Ende 2017 zu verlängern. Damit schwillt das geplante Gesamtvolumen der Transaktionen - weitere Titel wie Hypothekenpapiere und Pfandbriefe eingeschlossen - um mehr als eine halbe Billion Euro auf dann 2,28 Billionen Euro an. Laut geänderten eigenen Regeln dürfen die Euro-Wächter seit 2. Januar auch Titel mit einer Laufzeit von einem Jahr erwerben. Bis dahin wurden nur Papiere mit Laufzeiten zwischen zwei und 30 Jahren gekauft. Auch Anleihen mit Renditen unterhalb des Einlagenzinses von aktuell minus 0,4 Prozent sind nun nicht mehr tabu. Über die Weihnachtstage und zwischen den Jahren hatten die EZB und die nationalen Notenbanken mit den Bondkäufen pausiert.

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