EZB-Anleihenkäufe S&P hält Aufstockung auf 2,4 Billionen für denkbar

Die Ratingagentur S&P erwartet, dass die Europäische Zentralbank ihre Anleihenkäufe wegen niedriger Inflation und China-Schwäche ausdehnt. Erst vergangene Woche hatte Draghi erklärt, das Programm nur falls nötig auszuweiten.

Europäische Zentralbank Quelle: dpa

Die Ratingagentur S&P hält eine drastische Ausweitung des bislang auf rund 1,1 Billionen Euro ausgelegten Anleihen-Aufkaufprogramms der Europäischen Zentralbank für denkbar. "Wir wären nicht überrascht, wenn die Notenbank schon Anfang Dezember bekanntgeben würde, dass sie ihr Programm über 2016 hinaus bis Mitte 2018 verlängern und auf ein Volumen von bis zu 2,4 Billionen Euro ausdehnen wird", äußerte sich der für Europa zuständige S&P-Chefvolkswirt Jean-Michel Six in einem vorgelegten Bericht.

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Die EZB könne sich angesichts der weltweit niedrigen Inflationsraten, der allgemeinen Wirtschaftsschwäche und dem Konjunkturabschwung in China zum Handeln gezwungen sehen. So gehe S&P nun für 2016 nur noch von einem Wirtschaftswachstum in China von 4,4 und für 2017 von 3,9 Prozent aus.

Die Europäische Zentralbank kauft seit März Anleihen in großen Stil und will bis Herbst 2016 Bonds im Wert von 1,14 Billionen Euro in ihre Bücher nehmen. Vor rund einer Woche hatte EZB-Chef Mario Draghi erklärt, trotz wachsender Risiken für die Weltwirtschaft die Geldspritzen vorerst nicht auszuweiten.

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