EZB-Direktor Mersch ESM könnte sich auch direkt an Bankenrettung beteiligen

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EZB-Direktoriumsmitglied Yves Mersch lehnt im Hinblick auf die ab 2014 geplante Bankenunion eine anteilige Beteiligung des Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) an der Rettung kriselnder Banken nicht kategorisch ab.

EZB-Neubau Quelle: dpa

„Derzeit befinden wir uns in einer Übergangsphase von dem nationalen zum europäischen System. Dem könnte man Rechnung tragen, indem Lasten anfangs zu 90 Prozent national und zu zehn Prozent europäisch getragen werden“, sagte Mersch im Interview.

Am Ende der Umstrukturierung könne das Verhältnis dann umgekehrt sein, so der EZB-Direktor. „Da dies aber eine politische Diskussion ist, kann die Lösung auch komplexer ausfallen“, sagte Mersch. Nur wenn die Schwierigkeiten der Banken auf Entscheidungen beruhen, die auf europäischer Ebene getroffen wurden, sieht der Luxemburger den Rettungsschirm ESM unmittelbar in der Pflicht. „Für Lasten, die noch unter nationaler Aufsicht entstanden sind, sollten andere Länder nicht haftbar gemacht werden.“

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