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EZB-Entscheid Draghi belässt den Leitzins auf Rekordtief

Der Leitzins verharrt auf dem Rekordtief von 0,05 Prozent. Dort liegt er seit fast eineinhalb Jahren. Und EZB-Chef Mario Draghi deutet eine weitere Lockerung der Geldpolitik an.

EZB-Chef Mario Draghi belässt den Leitzins auf einem Rekordtief. Quelle: AP

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat auf ihrer ersten Zinssitzung im neuen Jahr die Tür für eine weitere Lockerung der Geldpolitik im März weit aufgestoßen. "Mit dem Start des neuen Jahres haben sich die Risiken noch einmal verstärkt", sagte EZB-Präsident Mario Draghi am Donnerstag in Frankfurt. Es sei daher notwendig, die bisherigen Maßnahmen auf der nächsten Zinssitzung zu überprüfen.

"Es gibt keine Grenzen, wie weit wir bereit sind, unsere geldpolitischen Instrumente einzusetzen." Den Schlüsselzins für die Versorgung der Geschäftsbanken mit Geld beließ die Notenbank unterdessen auf dem Rekordtief von 0,05 Prozent. Dort liegt der Satz bereits seit September 2014. In Reaktion auf die Äußerungen des EZB-Präsidenten gab der Euro um mehr als einen US-Cent auf unter 1,08 Dollar nach. Der deutsche Börsen-Leitindex Dax zog um mehr als zwei Prozent an.

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Die Unsicherheiten rund um die zuletzt konjunkturell schwächelnden Schwellenländer hätten zugenommen, erklärte Draghi. Dazu kämen die Schwankungen an den Finanz- und Öl-Märkten. Die EZB sei willens, alles innerhalb ihres Mandats zu unternehmen, um das Ziel einer Inflationsrate von knapp unter zwei Prozent zu erreichen. Im Dezember lag die Teuerungsrate in der Euro-Zone nur bei 0,2 Prozent.

Angesichts des Ölpreis-Verfalls haben sich seit Jahresbeginn die Inflationsaussichten für den Währungsraum kräftig eingetrübt. Öl hat sich seitdem um rund 25 Prozent verbilligt. Die Nordseesorte Brent sackte sogar unter 28 Dollar pro Fass ab und damit auf den tiefsten Stand seit 2003. Die EZB war bei ihren jüngsten Inflations- und Konjunkturprognosen im Dezember für dieses Jahr von einem Ölpreis von 52,20 Dollar ausgegangen.

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