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EZB Europäische Zentralbank lässt Leitzins auf Rekordtief

Wie erwartet hat EZB-Chef Mario Draghi den Leitzins nicht angetastet. Vielmehr dürfte der EZB-Rat über die Krise in Griechenland und das Anleihekaufprogramm diskutiert haben.

EZB-Präsident Mario Draghi. Quelle: dpa

Die Europäische Zentralbank (EZB) hält den Leitzins im Euroraum auf dem Allzeittief von 0,05 Prozent. Das beschloss der Rat der Notenbank wie erwartet am Mittwoch in Frankfurt. Damit bleibt Zentralbankgeld für Geschäftsbanken extrem günstig.

Seit März versuchen die Währungshüter, die Konjunktur und den Preisauftrieb zudem mit einem gewaltigen Kaufprogramm anzuschieben: Monatlich 60 Milliarden Euro sollen in Staatsanleihen und andere Vermögenswerte investiert werden, insgesamt 1,1 Billionen Euro bis September 2016. Bis zum 29. Mai erwarb die EZB im Rahmen dieses Programms allein Staatsanleihen im Gesamtvolumen von rund 147 Milliarden Euro.

Das sind die drei Leitzinssätze der EZB

Das frische Geld kommt im Idealfall über Geschäftsbanken in Form von Krediten bei Unternehmen und Verbrauchern an. Das könnte Investitionen und Konsum anschieben und so die Konjunktur in Schwung bringen und die Inflation anheizen.

Die Teuerung im Euroraum ist weiterhin niedrig und weit vom EZB-Ziel von knapp unter 2,0 Prozent entfernt. Aber immerhin sinken die Preise nicht mehr: Im Mai stieg die jährliche Inflationsrate im Euroraum nach vorläufigen Zahlen der Statistikbehörde Eurostat von 0,0 Prozent im April auf 0,3 Prozent. Damit zogen die Verbraucherpreise zum ersten Mal in diesem Jahr auf Jahressicht wieder leicht an. Noch im Januar hatte ein Minus von 0,6 Prozent Sorgen vor einer Deflation - also einem Preisverfall auf breiter Front - geschürt.

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